Ungenutzter Freigabestempel neben einem ungestempelten Release-Schein (KI-generiert)
18.09.2026

BearingPoint: DACH codet mit KI, verankert sie aber kaum

3 Min. Lesezeit

91 Prozent setzen KI in der Softwareentwicklung ein. 18 Prozent haben sie im Prozess. Dazwischen liegt der Alltag: punktuell, ohne feste Freigaben, ohne Architektur.

Das Wichtigste in Kürze

  • 91 Prozent nutzen KI in der Entwicklung. 18 Prozent haben die Werkzeuge fest in Ablauf, Freigaben und Architektur.
  • 73 Prozent bleiben beim punktuellen Einsatz. Kein befragtes Unternehmen schließt KI grundsätzlich aus.
  • Sicherheits- und Compliance-Risiken nennen 70 Prozent als Bremse. Drei von vier haben interne KI-Regeln, ganz oder teilweise.
  • 59 Prozent wollen die KI-Expertise ausbauen. Je 27 Prozent wollen Junior- und Senior-Teams vergrößern.

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Was heißt fest integriert? Die Werkzeuge gehören in Ablauf, Freigaben und Architektur. Punktueller Einsatz bleibt eine Nutzungsweise daneben.

91 zu 18, der Rest bleibt beim Ausprobieren

Die Zahl, die jede Führungskraft kennt, ist die erste: Fast alle setzen KI in der Softwareentwicklung ein. Die Zahl, die den Prozess beschreibt, ist die zweite: Fast niemand hat sie dort verankert, wo Code freigegeben und Architektur entschieden wird.

73 Prozent nutzen die Werkzeuge nur punktuell. Niemand in der Stichprobe schließt den Einsatz grundsätzlich aus. KI ist angekommen. Industrialisiert ist sie nicht.

BearingPoint hat 112 Führungskräfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. 46 Prozent kommen aus Deutschland, der Rest teilt sich auf Österreich und die Schweiz.

Matthias Roeser, globaler Leiter Technology bei BearingPoint, sagt: „Mit KI wird nahezu jedes Projekt zum Software-Projekt und nach vielzähligen Lab-Experimenten ist KI in der Unternehmens-Softwareentwicklung angekommen, aber noch nicht industrialisiert.“ Der Satz trifft die 18 Prozent. Die Produktivitätsvorteile nennt er daneben.

Dokumentation und Code zuerst, der Prozess später

Wo KI landet, ist nah beieinander. Dokumentation 77 Prozent. Code-Generierung 76 Prozent. Qualitätssicherung und Code-Reviews 74 Prozent. Das sind die Stellen, an denen Text und Muster entstehen. Es sind nicht die Stellen, an denen ein Unternehmen den Ablauf umbaut.

Arbeitsschritt Anteil der Befragten
Dokumentation 77 Prozent
Code-Generierung 76 Prozent
Qualitätssicherung und Code-Reviews 74 Prozent

Angaben von BearingPoint, 112 Führungskräfte, April 2026.

81 Prozent beobachten eine höhere Entwicklungsgeschwindigkeit. 77 Prozent sehen Vorteile beim Bau erster Entwürfe. 74 Prozent berichten von Entlastung bei Routineaufgaben. 59 Prozent sehen eine bessere Gesamteffizienz.

Die Bremse heißt Sicherheit, nicht fehlender Wille

70 Prozent nennen Sicherheits- und Compliance-Risiken als Hürde. Die Auswahl der Werkzeuge folgt mit 61 Prozent, die Integration in bestehende Prozesse mit 58 Prozent. Drei von vier haben interne KI-Richtlinien eingeführt oder teilweise umgesetzt. Regeln gibt es. Den festen Platz im Prozess gibt es bei 18 Prozent.

Trotzdem soll aufgestockt werden. 59 Prozent wollen die KI-Expertise ausbauen. Je 27 Prozent wollen Junior- und Senior-Teams vergrößern.

Stefan Zimmermann, Partner bei BearingPoint, sieht den nächsten Schritt in der organisatorischen Verankerung. KI ist da. Der Prozess wartet.

Häufige Fragen

Wen hat BearingPoint befragt?

112 Führungskräfte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, online im April 2026. 46 Prozent kommen aus Deutschland. Österreich und die Schweiz stellen je gut ein Viertel.

Was heißt fest integriert?

Die Werkzeuge gehören fest in Ablauf, Freigaben und Architektur. Punktueller Einsatz bleibt daneben. 18 Prozent liegen in dieser Gruppe, 73 Prozent nicht.

Gibt es eine Beschäftigungsbilanz?

59 Prozent wollen KI-Expertise ausbauen. Je 27 Prozent wollen Junior- und Senior-Teams vergrößern.

Warum industrialisieren so wenige?

Sicherheits- und Compliance-Risiken nennen 70 Prozent. Toolauswahl 61 Prozent, Integration in bestehende Prozesse 58 Prozent.

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