Fusion: synaforce vereint starke IT-Partner aus Deutschland
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Ein neues Unternehmen, zusammengeschlossen aus starken Partnern aus ganz Deutschland, die mit vereinten Kräften einen neuen Stern am Himmel der IT-Dienstleister erschaffen. Die Motorworld in München Freimann war vergangene Woche Schauplatz der ersten öffentlichen Veranstaltung der synaforce. Hier hat sich die gesamte Führungsmannschaft den rund 70 geladenen Partnern, Kunden und Pressevertretern vorgestellt sowie die Wachstumsstrategie als auch zwei Success-Stories präsentiert.
Das Wichtigste in Kürze
- synaforce ist innerhalb von sechs Monaten im Buy-and-Build-Prinzip unter Beteiligung des Münchner Investors Afinum aus vier IT-Spezialisten entstanden.
- Gründungspartner sind Hartl Group (Passau), abakus IT Service GmbH (Waldburg), ITecon mit ITecon FS (Mainz) und TriKom GmbH (Hamburg).
- Führungsmannschaft: CEO Peter Hartl, COO Andreas Braidt, CTO Tobias Lehner, CMO Hannes Beierlein.
- Premiere-Event in der Münchener Motor World mit rund 70 Partnern, Kunden und Pressevertretern.
- Mittelfristiges Wachstumsziel: 300 Mitarbeitende, DACH-weite Expansion, Fokus Healthcare-Branche.
Was ist Fusion?
Fusion ist 2023 ein konkreter Hebel für Unternehmen, weil das Thema direkt über Software-Modernisierung, Betriebsstabilität und Managed Services entscheidet. Der Beitrag zeigt am Beispiel von synaforce, welche Anforderungen, Kennzahlen und operativen Schritte in der Praxis zählen.
Synaforce ist innerhalb der letzten sechs Monate im Buy-and-Build-Prinzip und unter Beteiligung des Münchner Investors Afinum aus führenden mittelständischen IT-Spezialisten entstanden. Federführend ist dabei die (ehemalige) Hartl Group aus Hofkirchen bei Passau, zudem gehören die baden-württembergische abakus IT Service GmbH, ITecon und ihre Tochter ITecon FS aus Mainz sowie die Hamburger TriKom GmbH zur synaforce. Die Integration weiterer Partner sowie die Expansion in den gesamten DACH-Raum ist geplant. Jedes einzelne Unternehmen bringt dabei seine eigenen Fähigkeiten in die synaforce ein.
Ziel der Fusion ist einerseits die Kombination der verschiedenen Schwerpunkte und Erfahrungsbereiche der einzelnen Firmen, um Kunden 360-Grad-Services bieten zu können.
Die vier Gründungspartner im Überblick
Hartl Group
Als Full Managed Service Provider bietet die Hartl Group umfassende IT-Lösungen in ihrem eigenen nachhaltigen Rechenzentrum in Hofkirchen sowie an weiteren Standorten in München und Wien. Seit über 27 Jahren entwickelt die Hartl Group dabei individuelle Lösungen in den Bereichen Data Center, Software Solutions oder Cloud.
abakus IT Service GmbH
Die geballte Erfahrung aus 55 Jahren Systemhausgeschäft bringt die abakus IT Service GmbH aus Waldburg, Baden-Württemberg, in die synaforce ein. Der Fokus liegt hier auf weitreichenden Managed Services im eigenen Rechenzentrum sowie der Entwicklung innovativer Sicherheitslösungen.
ITecon und ITecon FS
Die Mainzer Softwarespezialisten ITecon und ITecon FS bieten umfangreiche Lösungen für Unternehmen der Finanz-, Banken- und Versicherungsbranche. Mit dem RZ Mainz verfügt ITecon dabei über ein hochmodernes Rechenzentrum und versorgt ihre Kunden mit umfangreichen Services, von Cloud über Software bis hin zu Managed Services. ITecon FS hat sich auf die Entwicklung von Spezialsoftware für den Betrieb von Geldautomaten spezialisiert.
TriKom GmbH
Herstellerunabhängige Beratung von Kunden bei der Implementierung komplexer IT-Umgebungen liegt im Fokus der TriKom GmbH. Durch die umfassende Analyse bestehender Anlagen und kompetente Beratung der erfahrenen Expertinnen und Experten findet der Netzwerkspezialist für jede Anforderung die richtige Lösung.
Andererseits haben die Verantwortlichen der einzelnen Unternehmen die Herausforderungen am Markt erkannt und wollen durch die Zusammenarbeit ihre Position insgesamt stärken und ausbauen.
Die Führungsmannschaft
An der Spitze der synaforce stehen vier erfahrene Branchenkenner: CEO Peter Hartl, COO Andreas Braidt, CTO Tobias Lehner und CMO Hannes Beierlein. Die Konstellation verbindet den Unternehmer Peter Hartl mit der langjährigen operativen Erfahrung von Andreas Braidt und Tobias Lehner aus den beteiligten Firmen sowie der strategisch-kommunikativen Kompetenz von Hannes Beierlein als Chief Marketing Officer.
„Das größte Wachstumshindernis für uns ist der deutlich spürbare Fachkräftemangel in der IT-Branche. Wir kommen mit unseren eingeschränkten personellen Ressourcen der Auftragslage kaum hinterher und konnten dadurch bereits einzelne Kundenanfragen nicht mehr bedienen. Daher haben wir uns dazu entschlossen, Kompetenzen zu bündeln, um die enorme Nachfrage nach unseren Leistungen bewältigen und künftig auch noch größere Projekte stemmen zu können. Durch die Kombination unserer Fähigkeiten können wir unseren Kunden zudem noch bessere Services bieten.“
– Peter Hartl, CEO synaforce
Fusion eröffnet neue Möglichkeiten
Synaforce kann Mitarbeitenden durch die Größe des neuen Unternehmens zudem gänzlich neue Aufstiegschancen bieten, was ein großer Vorteil im War for Talents ist, so Peter Hartl weiter. Der High End Data Center Solutions Provider braucht dadurch den Wettbewerb auch mit größeren Mitbewerbern sowohl um Fachkräfte als auch um neue lukrative Aufträge großer Kunden nicht zu scheuen.
Dabei profitiert synaforce von dem breiten Know-how, welches jedes einzelne Teammitglied einbringt. So sind keine externen Berater notwendig, alle Kompetenzen liegen bereits im Unternehmen vor, wodurch synaforce in der Lage ist, umfassende Services zu bieten. Zukünftig soll der Fokus vermehrt auf der Entwicklung neuer Opensource-Angebote liegen, die aufgrund des gestiegenen Preisdrucks der großen Hersteller vermehrt nachgefragt werden. Der gemeinsame Weg zahlt sich bereits jetzt aus und die in ganz Deutschland verteilten Teams arbeiten standortübergreifend zusammen für den Erfolg der synaforce.
Großes Potenzial im Healthcare-Bereich
Besonders in einer Branche sehen Peter Hartl und sein Team enormes Wachstumspotenzial sowie großen Bedarf an IT-Dienstleistungen. Schließlich kann der Healthcare-Bereich einerseits von den Möglichkeiten der Digitalisierung profitieren, ist aber andererseits auf strategische Partner angewiesen, die über Erfahrung im Umgang mit den hier anfallenden sensiblen Daten und Anforderungen der Branche verfügen. Synaforce bietet diese dringend notwendige Expertise, wie bei der Vorstellung des neuen Unternehmens anhand von gleich zwei Beispielen deutlich geworden ist.
So wechselte etwa ein privater Klinik-Betreiber mit 18 Häusern und über 3.000 Mitarbeitenden von einem großen Anbieter zu synaforce, um von den Vorteilen des Hostings seiner Daten in der Rechenzentren-Umgebung des IT-Spezialisten wie Skalierbarkeit, Flexibilität, Individualität und Kostenersparnis zu profitieren. Die Migration erfolgte dabei ohne Down-Time und unter Einhaltung der strengen Vorgaben des Datenschutzes.
Ein weiterer Kunde, vivascope, Anbieter digitaler Lösungen im Bereich der Krebs-Diagnostik, benötigte aufgrund seiner speziellen Anforderungen ebenfalls einen kompetenten Partner. Vivascope ist auf die Zuverlässigkeit der eingesetzten IT-Infrastruktur, Expertise im Bereich Datenschutz sowie weltweiter Skalierbarkeit angewiesen, um die eigene KI-Software betreiben zu können. Synaforce bietet dafür die richtigen Services sowie Hardware-Ausstattung und kombiniert eine Vielzahl an Lösungen für das beste Ergebnis in Sachen Performance und Sicherheit.
Weiteres Wachstum angestrebt
Synaforce setzt als unternehmergeführter High End Data Center Solutions Provider einen neuen Standard in der Branche und zeigt, wie auch in herausfordernden Zeiten eine erfolgreiche Positionierung für die Zukunft möglich ist. Bereits heute fragen Mitbewerber nach Möglichkeiten, sich an dem Modell zu beteiligen, in Form einer technologischen Partnerschaft, aber auch als mögliches Ziel einer weiteren Expansion. Denn mittelfristig soll das Unternehmen auf etwa 300 Mitarbeitende anwachsen, so Peter Hartl.
Im Fokus stehen dabei stets die Kunden und ihre individuellen Bedürfnisse. Aufgrund der hohen Flexibilität ist synaforce in der Lage, genau auf diese einzugehen und die für sie optimalen Lösungen zu entwickeln. Dabei gilt: „Was wir nicht selbst nutzen, verkaufen wir auch nicht“, wie Andreas Braidt, COO der synaforce, bemerkt. Dadurch bietet synaforce eine gleichbleibend hohe Qualität und kann agil mit neuen Entwicklungen und Services auf veränderte Anforderungen am Markt reagieren.
Einordnung: Buy-and-Build im deutschen IT-Mittelstand
Die Gründung von synaforce steht für eine Strategie, die im deutschen IT-Mittelstand an Bedeutung gewinnt. Statt auf klassische M&A-Transaktionen mit kurzfristigen Synergiezielen setzt der Buy-and-Build-Ansatz auf die Bündelung mittelständischer Spezialisten zu einer gemeinsamen Plattform. Der Finanzpartner (in diesem Fall Afinum Management aus München) stellt Kapital und Governance bereit, während die operativ bewährten Unternehmen ihre Identität und Kundennähe behalten.
Für Kunden entstehen daraus zwei Vorteile: Ein deutlich breiteres Leistungsportfolio aus einer Hand und eine stabilere finanzielle Basis für langfristige Projekte. Gleichzeitig bleibt die Beratung regional und persönlich. Ansprechpartner und Standorte ändern sich nicht, die fachliche Tiefe wird aber durch den Zugriff auf die Kompetenzen der Schwesterunternehmen erweitert. Gerade bei komplexen Infrastruktur- und Security-Projekten ist das ein spürbarer Mehrwert.
Was die Fusion für den DACH-Markt bedeutet
Der deutsche Markt für Managed Cloud Services und Rechenzentrumsbetrieb ist traditionell fragmentiert. Zahlreiche regionale Anbieter konkurrieren mit Hyperscalern und überregionalen Playern. Konsolidierungen wie synaforce schaffen mittelständische Alternativen, die deutsche Datenhoheit, persönliche Beratung und Skaleneffekte gleichzeitig bieten können. Für IT-Entscheider im Mittelstand, in Behörden und in regulierten Branchen erweitert sich damit die Auswahl an belastbaren Partnern.
Die geplante DACH-Expansion der synaforce passt in diese Marktlogik. Österreichische und Schweizer Mittelständler haben ähnliche Anforderungen an Datenhoheit und Sprachnähe wie ihre deutschen Pendants. Ein deutsch-geführter Anbieter mit lokaler Präsenz kann hier glaubwürdiger auftreten als US-amerikanische Hyperscaler oder global agierende Managed-Services-Konzerne. Die kommenden Monate werden zeigen, wie schnell synaforce diese Expansion in konkrete Standorte und Teams überführt.
Marktsignal für den deutschen IT-Mittelstand
Die synaforce-Gründung ist ein Signal, das über die beteiligten Firmen hinausreicht. Für andere mittelständische IT-Dienstleister stellt sich die Frage, wie sie auf den zunehmenden Konsolidierungsdruck reagieren. Drei grundsätzliche strategische Optionen dominieren derzeit den Markt: eigene aktive Expansion durch gezielte Zukäufe, Beteiligung an bestehenden Buy-and-Build-Plattformen wie synaforce oder konsequente Nischen-Positionierung in hochspezialisierten technischen oder regulatorischen Bereichen. Jeder Weg hat Vor- und Nachteile. Die Entscheidung hängt stark von Eigentümerstruktur, Nachfolgesituation und technologischer Spezialisierung ab.
Für Kunden entstehen gerade in dieser dynamischen Konsolidierungsphase besondere strategische Chancen. Wer jetzt Ausschreibungen für mehrjährige IT-Projekte vorbereitet, profitiert spürbar vom Wettbewerb zwischen den entstehenden Plattformen und ihren traditionellen Wettbewerbern im Mittelstand. Gleichzeitig lohnt sich ein genauer Blick auf die Governance-Strukturen der neuen Anbieter. Wer trägt die Verantwortung? Wie lange sind Investoren gebunden? Welche Exit-Szenarien sind absehbar? Diese Fragen gehören heute zur Due Diligence jedes größeren IT-Auftrags und sollten sowohl in Ausschreibungsunterlagen als auch in vertraglichen Exit-Klauseln sauber adressiert werden, um spätere kostspielige Überraschungen während der Vertragslaufzeit von vorneherein zu vermeiden.
Häufige Fragen
Wer sind die Gründungspartner der synaforce?
Die synaforce wurde 2023 aus vier mittelständischen IT-Spezialisten gegründet: Hartl Group (Passau), abakus IT Service GmbH (Waldburg), ITecon mit Tochter ITecon FS (Mainz) und TriKom GmbH (Hamburg). Finanzpartner ist die Münchner Beteiligungsgesellschaft Afinum.
Wer bildet die Führungsmannschaft?
CEO Peter Hartl, COO Andreas Braidt, CTO Tobias Lehner und CMO Hannes Beierlein bilden die Führungsmannschaft der synaforce. Die Konstellation verbindet operative IT-Erfahrung mit strategisch-kommunikativer Kompetenz.
Welches Wachstumsziel hat synaforce?
Mittelfristig soll das Unternehmen auf etwa 300 Mitarbeitende anwachsen. Zusätzlich ist die Expansion in den gesamten DACH-Raum sowie die Integration weiterer Partnerunternehmen geplant.
Warum liegt der Branchenfokus auf Healthcare?
Das Healthcare-Segment kombiniert hohen Digitalisierungsbedarf mit strengen Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen. synaforce verfügt über entsprechende Erfahrung, wie die Referenzen eines privaten Klinik-Betreibers mit 18 Häusern und des KI-Diagnostik-Spezialisten vivascope zeigen.
Was bedeutet Buy-and-Build in diesem Kontext?
Buy-and-Build beschreibt einen Konsolidierungsansatz, bei dem mehrere mittelständische Unternehmen unter einer gemeinsamen Plattform gebündelt werden. Identität und Kundenbeziehungen der Einzelfirmen bleiben erhalten, während Skalierungsvorteile und strategische Governance entstehen. Finanziert wird das Modell über einen spezialisierten Finanzpartner wie Afinum.
Quelle Titelbild: synaforce / Motor World München (Pressebild)
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