Windows 11 begrenzt, worauf KI-Agenten zugreifen
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Unter Windows 11 sind seit dem 7. Oktober die Microsoft Execution Containers allgemein verfügbar. Mit ihnen legen Unternehmen fest, auf welche Dateien und Netzwerke KI-Agenten zugreifen dürfen, Windows erzwingt diese Regeln während der Ausführung. Die zentrale Verwaltung über Entra, Agent 365 und Intune hat Microsoft erst angekündigt.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Ausführungsumgebung für KI-Agenten ist einsatzbereit. Die Microsoft Execution Containers erzwingen zur Laufzeit, welche Dateien und Netzwerke ein Agent nutzen darf.
- Die Anbindung an Entra, Agent 365 und Intune steht noch aus. Microsoft kündigt sie als bald verfügbar an, allgemein verfügbar ist bereits die Unterstützung in Windows 365.
- Mehrere Anbieter von KI-Agenten unterstützen die Container schon. Codex von OpenAI und GitHub Copilot sind bereits kompatibel, Anthropic hat die Unterstützung für Claude Code angekündigt.
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Regeln für Agenten zur Laufzeit
Was ist MXC? MXC steht für Microsoft Execution Containers, eine seit dem 7. Oktober 2026 allgemein verfügbare Funktion von Windows 11 für KI-Agenten. Organisationen legen darin per Richtlinie fest, auf welche Dateien und Netzwerke ein Agent zugreifen darf, Windows erzwingt diese Regeln zur Laufzeit. Der Agent läuft dabei in einem von vier abgeschotteten Umgebungstypen.
Vier Umgebungen und drei Modi
Für die Abschottung bietet MXC vier Ausführungsumgebungen. Zur Wahl stehen Prozess-Container, Session-Container, WSL-Container und experimentelle MicroVMs. Im Session-Container arbeitet der Agent unter einem eigenen Windows-Konto in einer getrennten Sitzung. WSL steht für das Windows-Subsystem für Linux, eine Linux-Umgebung innerhalb von Windows. MicroVMs sind besonders schlanke virtuelle Maschinen, also in Software nachgebildete Rechner.
Drei Modi regeln, was bei einem Zugriff außerhalb der Richtlinie geschieht. Enforcement setzt die Grenze durch und schreibt keinen Bericht. Learning blockiert den Zugriff und zeichnet ihn auf. Permissive lässt den Zugriff zu und zeichnet ihn auf.
Nach Angaben von heise online sollen Agenten unter Windows künftig als eigene Benutzer mit eigenen Zugriffsbeschränkungen laufen. Ein Agent in seinem eigenen Konto bekommt dann etwa SharePoint-Inhalte verweigert, die der Nutzer selbst öffnen darf. SharePoint ist Microsofts Plattform für Dokumente und Intranets in Unternehmen. Die dafür nötige Anbindung an Microsoft Entra soll in Kürze folgen.
Zentrale Verwaltung erst angekündigt
Die Ausführungsumgebung ist damit einsatzbereit. Die Anbindung an die zentrale Verwaltung hat Microsoft dagegen nur als bald verfügbar angekündigt. Drei Bausteine stehen aus:
| Baustein | Stand |
|---|---|
| Microsoft Execution Containers unter Windows 11 | allgemein verfügbar |
| MXC-Unterstützung in Windows 365 | allgemein verfügbar |
| Unterscheidung von Agenten- und Nutzeraktivität mit Microsoft Entra | bald verfügbar angekündigt |
| Agent-365-Steuerung für lokale Agenten | bald verfügbar angekündigt |
| Intune-Richtlinien für MXC-Prozesscontainer | bald verfügbar angekündigt |
Microsoft Entra, der Dienst für Identitäten und Zugriffsrechte, soll Aktivitäten von Agenten und Nutzern unterscheiden. Agent 365, Microsofts Steuerung für KI-Agenten, soll auf lokale Agenten ausgeweitet werden. Intune, der Dienst zur Verwaltung von Firmengeräten, soll Richtlinien für MXC-Prozesscontainer erhalten.
Bereits allgemein verfügbar ist die Unterstützung von MXC in Windows 365, dem Windows-Rechner aus der Cloud.
Microsoft versieht die Ankündigung zudem mit Vorbehalten. Governance im großen Maßstab kann zusätzliche Dienste erfordern. Gemeint sind die Regeln und Kontrollen, mit denen ein Unternehmen den Einsatz der Agenten steuert. Verfügbarkeit und Zeitpunkt der Funktionen variieren außerdem je nach Gerät, Markt und Chip-Plattform.
Unterstützung durch Agenten-Anbieter
Codex von OpenAI und GitHub Copilot unterstützen die Container bereits. Anthropic hat die Unterstützung für Claude Code angekündigt. Die vollständige Liste steht in der Tabelle.
| Status | Anbieter |
|---|---|
| unterstützen MXC bereits | Codex (OpenAI), GitHub Copilot, OpenClaw, Replit, LM Studio, OpenShell (NVIDIA), Unsloth AI |
| Unterstützung angekündigt | Claude Code (Anthropic), Box, Egnyte, Heidi Health, Hermes Agent (Nous Research), Manus, Perplexity, Raycast, Simular |
| native App mit MXC-Integration | Muse for Windows (Meta) |
Mit Box und Egnyte sind auch zwei Anbieter für die Ablage von Unternehmensdateien dabei. Metas persönlicher Agent Muse for Windows kommt als native Windows-App mit MXC-Integration.
Häufige Fragen
Laufen die Execution Containers nur unter Windows?
Prozess-Container laufen auch unter macOS und Linux, experimentelle MicroVMs auch unter Linux. Session-Container und WSL-Container gibt es nur unter Windows 11.
Was unterscheidet die drei Modi?
Enforcement setzt die Richtlinie durch und schreibt keinen Bericht. Learning blockiert Zugriffe außerhalb der Richtlinie und zeichnet sie auf. Permissive lässt diese Zugriffe zu und zeichnet sie ebenfalls auf. Den Aktivitätsbericht gibt es nur unter Windows.
Können Unternehmen die Container schon zentral steuern?
Die Unterstützung in Windows 365 ist allgemein verfügbar. Die Anbindung an Entra, Agent 365 und Intune hat Microsoft nur angekündigt. Intune-Richtlinien für die Prozess-Container sollen folgen.
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