Personaler und das Imageproblem
Personaler haben vielfach immer noch ein Imageproblem. Denn sie sind meist dazu verdammt, Akten zu wälzen und reaktiv zu arbeiten, statt Dinge voranzutreiben. Sachbearbeiter für die Fachabteilungen, die „rechte Hand“ für die Administration? Das Eintreten für die Mitarbeiterbelange und die Personalentwicklung kommen dabei viel zu kurz. Dabei könnten die HR-Abteilungen durch den Einsatz moderner Software deutlich entlastet werden. Elke Strathmann war als Personalvorstand und Arbeitsdirektorin bei Continental durchaus beliebt in der Belegschaft. Doch wie das Handelsblatt 2014 aus dem Aufsichtsrat erfahren haben will, sei die mit ihrer selbstbewussten Art „zu vielen Männern auf die Füße getreten“, so dass ihr Vertrag nicht verlängert wurde. Frauen in DAX-Vorständen wollen sich natürlich nicht auf ihre Rolle als Frau reduzieren lassen, aber Strathmann steht wohl auch stellvertretend für viele Personaler in Deutschland. Sie wollen etwas bewegen und sehen sich als wichtige Schnittstelle, Talente im Unternehmen zu fördern und weiterzuentwickeln, werden aber zu wenig ernst genommen. Das liegt auch daran, dass sie oft nur Akten von Punkt A nach B tragen und mehr reagieren, statt zu agieren.
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