Jeder vierte SAP-Anwender kürzt das IT-Budget
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In der Befragung der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe senken 24 Prozent das IT-Gesamtbudget. 2024 lag dieser Anteil bei 18 Prozent. Die Budgetplanung im Herbst für 2027 trifft vor allem Vorhaben, die noch keinen Vertrag haben.
Das Wichtigste in Kürze
- 24 Prozent der Befragten senken das IT-Gesamtbudget. 2024 lag dieser Anteil bei 18 Prozent.
- Lizenz, Wartung und Gesetz binden den Plan schon vor neuen Vorhaben. 70 Prozent nennen Lizenz und Vertrag als Herausforderung.
- Im Maschinenbau bleiben 30 Prozent der IT-Budgets für Innovation. Der VDMA-Benchmark gilt für diese Branche.
- Bitkom erwartet 246 Milliarden Euro Marktumsatz. Das ist der Umsatz der Anbieter, getrennt vom Anwenderhaushalt.
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Definition
Was ist der Pflichtsockel? Lizenzen, Wartung und gesetzliche Vorgaben in einem laufenden SAP-Haushalt.
In der DSAG-Stichprobe kürzt fast jeder Vierte
| IT-Gesamtbudget | Report 2026 | Report 2024 |
|---|---|---|
| erhöhen | 38 Prozent | 43 Prozent |
| halten | 35 Prozent | 36 Prozent |
| kürzen | 24 Prozent | 18 Prozent |
Quelle: DSAG-Investitionsreport 2026, Vergleich Investitionsreport 2024.
Die größte Gruppe stockt weiter auf. Ihr Anteil sinkt von 43 auf 38 Prozent. Wer nur die Summe IT kennt, sieht Wachstum, wo im Haushalt schon gestrichen wird.
198 Personen aus Mitgliedsunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben geantwortet. Je Anwenderunternehmen kam eine Person, oft CIO oder Leitende. Das ist eine Anwendergruppe mit laufendem SAP-Betrieb. Handel, Handwerk und Dienstleistung bildet sie nur am Rand ab.
Die Erhebung lief vom 8. Dezember 2025 bis zum 21. Januar 2026. Die Zahlen gelten für diese Mitglieder und dieses Zeitfenster. Wer sie auf den gesamten Mittelstand überträgt, macht aus einer Stichprobe eine Lage, die die Quelle so nicht trägt.
Jens Hungershausen, Vorstandsvorsitzender der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe, spricht von gezielteren und wirtschaftlich belastbaren Entscheidungen. Die Verteilung im Haushalt wird enger, weil der feste Anteil schon steht.
Die 24 Prozent sind die Nachricht für die Budgetplanung im Herbst. Die 38 Prozent, die aufstocken, ändern nichts daran, dass fast jeder Vierte kürzt und dass der freie Rest kleiner wird.
Lizenz, Wartung und Gesetz stehen schon auf der Liste
Wirtschaftlichkeit und wirtschaftliche Rahmenbedingungen stehen mit 79 Prozent an der Spitze der genannten Herausforderungen. Das ist die Lage, in der der Haushalt überhaupt verhandelt wird.
70 Prozent nennen Lizenz- und Vertragsgestaltung. 63 Prozent nennen das Wartungsende von On-Premise-Lösungen. Beides ist schon unterschrieben oder terminiert.
59 Prozent nennen gesetzliche Vorgaben. Diese drei Posten sind schon gebunden, bevor ein neues Vorhaben in die Abstimmung kommt. Ohne diese Zeilen in der Vorlage kürzt die Herbstrunde am freien Rest.
Lizenzverträge verlängern sich, Wartungsfenster haben ein Datum, Gesetze gelten unabhängig vom Pilot. Das neue Vorhaben hat davon keines. Deshalb landet die Kürzung dort.
Im Maschinenbau bleiben 30 Prozent für Neues
Im Maschinen- und Anlagenbau fließen 70 Prozent der IT-Budgets in den Betrieb. 30 Prozent bleiben für Innovation. Der Mix ist eine Branchenzahl über viele Betriebe.
Der VDMA-Fachkreis Informatik hat den 70-zu-30-Split im Mai 2025 an 169 Betrieben erhoben. Erwin Schuster ist CIO bei Mapal und Sprecher des Fachkreises.
Die Teilung gilt für den Maschinen- und Anlagenbau. Handel, Dienstleistung und Handwerk brauchen eine eigene Rechnung. Wer 70 zu 30 in eine andere Branche kopiert, übernimmt eine Zahl ohne den Betrieb dahinter.
Extended Maintenance kauft Zeit bis 2030
Fast die Hälfte der Befragten plant die Umstellung auf SAP S/4HANA bis Ende 2030. Sie fällt damit in die Extended Maintenance gegen Aufpreis. Die Umstellung rutscht hinter die nächste Budgetplanung.
37 Prozent wollen bis Ende 2027 umstellen. Hungershausen nennt Fachkräftemangel, parallele Transformationsprojekte und begrenzte Budgets als Gründe für den späteren Kalender. Die parallelen Projekte binden dieselben Leute, die die Umstellung fahren müssten.
Extended Maintenance kauft Zeit. Im Haushalt zählt sie als Wartungsposten.
Wer bis 2030 wartet, zahlt den Aufpreis in den Jahren dazwischen. Das Geld fehlt dann an derselben Stelle, an der 2027 ein neues Vorhaben stehen könnte.
Bitkom erwartet 246 Milliarden Euro Marktumsatz
Bitkom erwartet für 2026 einen deutschen Markt für Informationstechnik und Telekommunikation von 246,4 Milliarden Euro. Das wären 4,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Anbieterseite wächst, während in der DSAG-Stichprobe jeder Vierte den eigenen Ansatz senkt.
Cloud-Software soll auf 42,5 Milliarden Euro steigen. Das wäre ein Plus von 21,9 Prozent. Cloud ist damit der bewegliche Block auf der Anbieterseite, im Anwenderhaushalt oft schon ein laufender Vertrag.
Das ist Umsatz der Anbieter. Die DSAG fragt den Plan im eigenen Haushalt.
Ein wachsender Anbietermarkt erklärt, warum Cloud und Software teurer werden können. Die 24 Prozent mit sinkendem Ansatz folgen aus dem eigenen Haushalt.
Die Herbstfreigabe verteilt nur den Rest ohne Vertrag
Wer in der Vorlage nur eine Gesamtposition IT ohne Aufschlüsselung ausweist, verhandelt mit der Vorjahreszahl. Laufende Lizenzen und die verlängerte Wartung bleiben, weil sie schon laufen. Der feste Anteil kommt nicht noch einmal auf den Tisch.
An diesem Rest zeigt sich, ob 2027 ein neues Vorhaben startet oder wartet. Die Budgetplanung im Herbst verteilt dann den unvertragten Rest.
Ohne getrennte Zeilen für Pflicht, Betrieb und freien Anteil wiederholt die Runde die Vorjahreszahl. Die Kürzung bleibt dann unsichtbar, bis das Vorhaben ohne Vertrag gestrichen ist.
Häufige Fragen
Für wen gilt die Budgetrichtung der DSAG?
Für Mitglieder der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe. Je Anwenderunternehmen antwortete eine Person, oft CIO oder Leitende.
Welche Posten laufen bei einer Kürzung weiter?
Laufende Lizenzen und die verlängerte Wartung. Sie stehen schon im Vertrag.
Was unterscheidet den ITK-Markt vom eigenen IT-Plan?
Bitkom zählt den Umsatz der Anbieter. Die DSAG fragt, wie Anwender ihren Haushalt verändern.
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