IT-Budget 2027: Größenordnung für IT-Vorhaben einholen
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Die Jahresplanung läuft und viele IT-Vorhaben fallen durch, weil niemand weiß, was sie ungefähr kosten. Das zeigt auch die Bitkom-Studie zum KI-Einsatz: 63 Prozent der Unternehmen ohne KI nennen schwer kalkulierbare Kosten als Hemmnis. Naveed Ahmad, Geschäftsführer der Insivio IT GmbH, beschreibt eine Spanne mit Annahmen als Weg zu einer belastbaren Größenordnung für das IT-Budget 2027.
Das Wichtigste in Kürze
- Viele IT-Vorhaben scheitern an einer fehlenden Größenordnung. Naveed Ahmad empfiehlt, vor der Budgetrunde eine Spanne aus Untergrenze, wahrscheinlichem Wert und Obergrenze einzuholen.
- Ein Rechenbeispiel beziffert Nutzen und Amortisation. Im fiktiven Beispiel eines Handelsunternehmens mit 25 Beschäftigten amortisiert sich eine automatisierte Angebotserstellung in 1,4 bis 2,3 Jahren.
- Neun Fragen an den Dienstleister helfen vor der Budgetrunde. Sie betreffen unter anderem die Annahmen hinter der Zahl und die Kosten weiterer Änderungsrunden.
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Warum IT-Vorhaben bei der Jahresplanung durchfallen
Jetzt läuft die Jahresplanung und viele IT-Vorhaben fallen dabei durch, bevor sie überhaupt begonnen haben. Der Grund ist selten, dass sie zu teuer wären. Der Grund ist, dass niemand weiß, was sie ungefähr kosten.
Das erlebe ich immer wieder. Andere Posten haben einen direkt sichtbaren Nutzen: Die Miete sichert den Betrieb, das Personal die Arbeitskraft, das Marketing neue Kunden. Bei einem IT-Vorhaben fehlt oft schon die grobe Größenordnung. Weil niemand eine Zahl hat, wird vorsichtshalber mit dem teuersten denkbaren Szenario gerechnet. Das Vorhaben passt dann nicht ins Budget, wird auf das nächste Jahr verschoben und bleibt dort liegen, weil sich an der Unsicherheit nichts geändert hat.
Dass fehlende Kalkulierbarkeit Vorhaben ausbremst, zeigt auch die aktuelle Bitkom-Studie zum KI-Einsatz (14. September 2026, 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten): 63 Prozent der Unternehmen ohne KI und 54 Prozent der KI-Anwender nennen schwer kalkulierbare Kosten als Hemmnis.
Der Spielraum für neue Vorhaben ist dabei knapp. Laut der aktuellen Lünendonk-Studie (August 2026, mehr als 200 IT-Verantwortliche vom gehobenen Mittelstand bis zum Konzern) erhöhen zwar 55 Prozent der Unternehmen 2026 ihr IT-Budget, 16 Prozent sogar um mehr als zehn Prozent. Der finanzielle Spielraum ist aber geringer als vor zwei Jahren. Grund sind laut Lünendonk Kostensenkungsprogramme, die schwierige konjunkturelle Lage und steigende laufende Kosten wie Softwarelizenzen und verbrauchsabhängige Abrechnung. Umso wichtiger ist es, mit einer belastbaren Größenordnung in die Budgetrunde zu gehen.
Quelle: Bitkom, Studie zum KI-Einsatz (September 2026); Lünendonk (August 2026)
Dieser Beitrag zeigt, wie sich vor der Budgetrunde eine belastbare Größenordnung einholen lässt: mit einem Rechenbeispiel in Euro und den Fragen, die Sie Ihrem Dienstleister stellen sollten.
Warum eine einzelne Zahl nicht reicht
Nach über 25 Jahren in IT-Projekten ist mir ein Punkt besonders wichtig: Ein Angebot mit einer einzigen Zahl wirkt klar, ist aber nur so belastbar wie die Annahmen dahinter. Sie stecken im Umfang (welche Abläufe gehören dazu?), in den Schnittstellen zu bestehenden Systemen, im Betrieb nach dem Start und im Aufwand, den das eigene Team leisten muss. Wer diese Annahmen nicht kennt, kann die Zahl nicht prüfen und bei Abweichungen nicht einordnen.
Für die Budgetrunde ist deshalb eine Spanne mit Annahmen nützlicher als ein Festpreis. Sie besteht aus drei Werten: einer Untergrenze, wenn alle Annahmen zutreffen, einem wahrscheinlichen Wert und einer Obergrenze, die zeigt, was hinzukommt, wenn sich Unbekanntes bewahrheitet.
Wichtig ist, was die Spanne nicht ist: Sie ist kein Puffer für Unklarheit. Sie ist dann ehrlich, wenn jede ihrer Grenzen an eine ausgesprochene Annahme geknüpft ist. Am Anfang steht die Frage, was das Vorhaben dem Unternehmen bringen soll, denn erst der Nutzen lässt die Kosten einordnen.
Wer nur den Anschaffungspreis betrachtet, plant an einem Teil der Kosten vorbei.
Wo die Kosten tatsächlich entstehen
Bei der Schätzung wird häufig nur der sichtbare Teil gesehen: die Entwicklung oder die Lizenz. Die Kosten entstehen aber an mehreren Stellen:
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Konzept und Klärung: Anforderungen, Abläufe, Entscheidungen
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Umsetzung: Entwicklung, Tests, Anbindung an bestehende Systeme
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Daten: Aufbereitung, Bereinigung, Zugriffsrechte
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Betrieb: Hosting, Pflege, Updates, Support
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Einführung: Schulung und Begleitung der Mitarbeiter
Wer nur den Anschaffungspreis betrachtet, plant an einem Teil der Kosten vorbei. Laufende Posten gewinnen laut Lünendonk an Gewicht: steigende Softwarelizenzgebühren, verbrauchsabhängige Abrechnungsmodelle und bei KI-Anwendungen die Token-Kosten, also die Nutzungsgebühren für KI-Modelle. Bitkom bestätigt das für KI-Projekte: Als großen Kostenpunkt nennen nur 21 Prozent der Anwender Abos und Lizenzen, aber 50 Prozent die Aufbereitung der Daten und 41 Prozent die Integration in bestehende Systeme.
Rechenbeispiel: ein Vorhaben in Euro
Das folgende Beispiel ist fiktiv. Die Zahlen dienen dazu, die Methode zu zeigen. Ihre Werte weichen ab, die Rechnung bleibt dieselbe.
Ein Handelsunternehmen mit 25 Beschäftigten erstellt Angebote bisher von Hand aus mehreren Quellen. Das Vorhaben: Die Angebotserstellung wird automatisiert. Daten kommen aus der Warenwirtschaft, die Vorlage füllt sich selbst, ein Mitarbeiter gibt jedes Angebot frei.
Schritt 1: Nutzen pro Jahr
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Zeit: 4 Stunden pro Woche gespart (nach Abzug der Freigabe) × 46 Wochen = 184 Stunden. Bei internen Kosten von 45 Euro pro Stunde (Durchschnitt laut Destatis für 2025) sind das 8.280 Euro.
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Fehler: 6 fehlerhafte Angebote pro Monat × 60 Euro Korrekturaufwand × 12 Monate = 4.320 Euro.
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Zusammen: 12.600 Euro pro Jahr.
Nicht eingerechnet sind Effekte, die sich schwer beziffern lassen, etwa schnellere Angebote oder eine höhere Abschlussquote. Eine Einschränkung gehört trotzdem dazu: Eingesparte Zeit wird erst zu Geld, wenn sie anders genutzt wird, etwa für Beratung, Kundenkontakt oder weniger Überstunden. Deshalb rechnen wir unten auch einen vorsichtigeren Fall.
Schritt 2: Kosten
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Einmalig: 15.000 bis 25.000 Euro. Die Annahme dahinter: ein Prozess, Anbindung an das vorhandene System, zwei Änderungsrunden inklusive, ohne Sonderfälle.
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Laufend: 150 Euro pro Monat, also 1.800 Euro pro Jahr für Betrieb und Pflege.
Schritt 3: Netto-Nutzen und Amortisation
Der Netto-Nutzen beträgt 12.600 Euro minus 1.800 Euro, also 10.800 Euro pro Jahr. Die Amortisationszeit ergibt sich aus den Einmalkosten geteilt durch diesen Wert. Zur Probe rechnen wir einen zweiten Fall, in dem das Vorhaben nur 60 Prozent des erwarteten Nutzens erreicht (5.760 Euro Netto-Nutzen pro Jahr):
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15.000 Euro (Untergrenze): Amortisation 1,4 Jahre bei vollem Nutzen, 2,6 Jahre bei 60 Prozent des Nutzens.
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20.000 Euro (wahrscheinlich): Amortisation 1,9 Jahre bei vollem Nutzen, 3,5 Jahre bei 60 Prozent des Nutzens.
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25.000 Euro (Obergrenze): Amortisation 2,3 Jahre bei vollem Nutzen, 4,3 Jahre bei 60 Prozent des Nutzens.
Im Budget steht damit statt „IT: 25.000 Euro“ dieser Eintrag: Vorhaben Angebotserstellung, einmalig 15.000 bis 25.000 Euro unter den genannten Annahmen, laufend 1.800 Euro pro Jahr, erwartete Amortisation 1,4 bis 2,3 Jahre, im vorsichtigen Fall bis zu 4,3 Jahre. Das ist eine Größenordnung, über die eine Geschäftsführung entscheiden kann.
Bei einer erwarteten Nutzungsdauer von fünf Jahren amortisiert sich das Vorhaben im Beispiel in allen sechs Fällen, im ungünstigsten knapp. Die Tabelle zeigt auch, wann sich ein Vorhaben nicht lohnt: Wenn die Amortisation länger dauert als die erwartete Nutzungsdauer, ist es unter diesen Annahmen zu teuer. Das ist eine Information und kein Misserfolg. Drei Wege bleiben: den Umfang verkleinern, den Nutzen genauer messen oder das Vorhaben verschieben, bis sich die Annahmen ändern. In jedem Fall entscheidet die Geschäftsführung dann auf Basis von Zahlen und nicht nach Gefühl.
So ermitteln Sie den Nutzen für das eigene Vorhaben
Das Rechenbeispiel lässt sich auf jedes Vorhaben übertragen. Vier Schritte genügen:
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01Zeit messen statt schätzen. Lassen Sie zwei Wochen lang aufschreiben, wie viele Minuten die Aufgabe tatsächlich kostet und wie oft sie vorkommt. Das ist aufwendiger als eine Schätzung, aber die Zahl lässt sich vor der Geschäftsführung vertreten.
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02Den Stundensatz realistisch ansetzen. Als Richtwert dienen die durchschnittlichen Arbeitskosten: Laut Statistischem Bundesamt zahlten Unternehmen des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereichs in Deutschland 2025 im Schnitt 45 Euro je geleisteter Arbeitsstunde. Den eigenen Wert kennt die Personalabteilung.
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03Fehler und Nacharbeit zählen. Wie oft muss etwas korrigiert, nachgefragt oder neu gemacht werden und was kostet das im Einzelfall?
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04Nur Nutzen eintragen, den Sie belegen können. Effekte wie zufriedenere Kunden oder schnellere Reaktionen sind real, gehören aber in eine Zusatzspalte. So bleibt die Rechnung belastbar.
So holen Sie die Größenordnung vom Dienstleister ein
Eine grobe Einschätzung braucht keine fertige Spezifikation. Vier Punkte genügen:
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01Das Vorhaben auf einer Seite. Ziel in einem Satz, Messgröße, heutiger Ablauf mit den beteiligten Systemen. Je klarer das Briefing, desto belastbarer die Antwort.
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02Die Bitte um eine Spanne mit Annahmen. Fragen Sie statt nach einem Festpreis nach Untergrenze, wahrscheinlichem Wert und Obergrenze, jeweils mit den Annahmen dahinter.
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03Zwei bis drei Einschätzungen im Vergleich. Vergleichen Sie neben den Zahlen vor allem die Annahmen. Zwei ähnliche Zahlen können Unterschiedliches meinen. Zwei verschiedene können dasselbe Vorhaben beschreiben.
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04Der richtige Zeitpunkt. Holen Sie die Einschätzung vor der Budgetrunde ein. Danach ist der Plan meist schon verteilt.
Neun Fragen an den Dienstleister vor der Budgetrunde
Mit diesen Fragen wird aus einer Zahl eine Grundlage, die sich prüfen lässt. Sie passen auf jedes IT-Vorhaben, ob Software, App, Automatisierung oder KI-Anwendung.
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01Welche Annahmen stecken in der Zahl? Umfang, Schnittstellen, Datenlage und Mitarbeit des eigenen Teams gehören dazu.
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02Was ist nicht enthalten? Betrieb, Schulung, Tests und spätere Anpassungen werden oft getrennt aufgeführt.
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03Wie viele Änderungsrunden sind im Preis enthalten und was kostet jede weitere? Klären Sie vorab, was als Änderung zählt und was als neue Anforderung.
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04Wie groß ist die Spanne und was würde sie nach oben verschieben? Gute Antworten nennen konkrete Auslöser statt allgemeiner Risiken.
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05Was ist der kleinste sinnvolle Umfang und was kostet er? So lässt sich mit einer Stufe beginnen, statt das ganze Vorhaben auf einmal zu budgetieren.
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06Woran messen wir den Erfolg und wann prüfen wir ihn? Eine Messgröße mit heutigem Wert und Zielwert gehört in den Plan, nicht erst in den Abschlussbericht.
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07Wem gehören Code und Daten und was kostet ein Wechsel? Die Antwort entscheidet über Ihre Unabhängigkeit in den Folgejahren.
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08Wie wird berichtet und wer ist mein fester Ansprechpartner? Ein regelmäßiger, kurzer Statusbericht verhindert Überraschungen.
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09Was passiert, wenn die Schätzung überschritten wird? Vereinbaren Sie vorab, dass Mehraufwand freigegeben werden muss, bevor er entsteht.
Ein Gespräch mit diesen Fragen ist gut investierte Zeit. Es erspart später viele Rückfragen, wenn das Budget verteidigt werden muss.
Vier typische Fehler bei der Budgetierung
Diese vier Fehler sehe ich in der Praxis am häufigsten:
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Nur die Einmalkosten planen. Der Betrieb läuft jedes Jahr weiter und kostet Geld.
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Den Nutzen nicht festlegen. Ohne Messgröße lässt sich später nicht belegen, ob sich das Vorhaben gelohnt hat.
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Alles auf einmal budgetieren. Ein großes Vorhaben ohne Zwischentscheidung macht jede Abweichung teuer.
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Das eigene Team vergessen. Zeit für Abstimmungen, Tests und Schulung fehlt im Tagesgeschäft und gehört in die Rechnung.
So steht es im Plan
Wenn Spanne und Nutzen geklärt sind, braucht das Budget nur noch eine saubere Form. Drei Gedanken helfen dabei.
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Drei Zeilen statt einer. Trennen Sie den laufenden Betrieb, die Weiterentwicklung des Bestehenden und neue Vorhaben. Wer alles unter „IT“ bündelt, kann bei Kürzungen nicht mehr unterscheiden, was den Betrieb sichert und was Wachstum bringt.
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Freigabe in Stufen. Planen Sie für ein neues Vorhaben zunächst nur die erste, kleine Stufe fest ein, zum Beispiel vier bis acht Wochen mit einem klar umrissenen Ergebnis. Die nächste Stufe wird freigegeben, wenn die vereinbarte Messgröße erreicht ist. So bleibt das Risiko überschaubar und die Geschäftsführung behält die Entscheidung.
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Ein ausgewiesener Puffer. Wer die Obergrenze der Spanne kennt, kann den Unterschied zum wahrscheinlichen Wert als eigene Zeile führen, über deren Freigabe gesondert entschieden wird. Das ist ehrlicher als ein verstecktes Polster in jeder Position.
Fazit
Eine belastbare Größenordnung entsteht durch ausgesprochene Annahmen, eine Spanne und eine Messgröße. Eine genauere Schätzung allein leistet das nicht. Wer so in die Budgetrunde geht, kann ein Vorhaben begründen, statt es zu verteidigen.
Das Teuerste in der IT ist nicht, wenn ein Projekt scheitert oder sich verzögert. Das Teuerste ist, wenn Sie es gar nicht erst beginnen. Eine Spanne mit Annahmen ist der einfachste Weg, den Anfang möglich zu machen.
Häufige Fragen
Was macht eine Größenordnung für ein IT-Vorhaben belastbar?
Belastbar sind ausgesprochene Annahmen, eine Spanne und eine Messgröße. Die Spanne besteht aus einer Untergrenze, einem wahrscheinlichen Wert und einer Obergrenze. Jede Grenze ist an eine ausgesprochene Annahme geknüpft.
Wie erhalten Unternehmen vor der Budgetrunde eine Größenordnung?
Die Anfrage enthält das Vorhaben auf einer Seite, die Bitte um eine Spanne mit Annahmen und zwei bis drei Einschätzungen im Vergleich. Verglichen werden vor allem die Annahmen, weil zwei ähnliche Zahlen Unterschiedliches meinen können. Die Einschätzung sollte vor der Budgetrunde eingeholt werden.
Wann ist ein Vorhaben unter diesen Annahmen zu teuer?
Wenn die Amortisation länger dauert als die erwartete Nutzungsdauer, ist es zu teuer. Bei einer erwarteten Nutzungsdauer von fünf Jahren amortisiert sich das Beispielvorhaben in allen sechs Fällen, im ungünstigsten knapp. Drei Wege bleiben: den Umfang verkleinern, den Nutzen genauer messen oder das Vorhaben verschieben, bis sich die Annahmen ändern.
Über den Autor: Naveed Ahmad ist Geschäftsführer der Insivio IT GmbH in Flörsheim am Main und seit über 25 Jahren in der IT tätig. Er setzt IT- und KI-Projekte für den Mittelstand um und spricht auf Bühnen und Messen über IT&KI als Wachstumsfaktor. 2026 wurde er zweimal als Speaker ausgezeichnet.
Quellen: Bitkom, Presseinformation „Erstmals nutzt die Mehrheit der Unternehmen KI“, 14. September 2026 (repräsentative Befragung von 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten). Lünendonk, Studie „Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland“ 2026, wiedergegeben vom IT Finanzmagazin, 6. August 2026. Statistisches Bundesamt, Arbeitskosten 2025 (45,00 Euro je geleisteter Arbeitsstunde im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich), wiedergegeben von der IHK Heilbronn-Franken.
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