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04.06.2026

Drei Länder, eine Cloud-Plattform für Europa

6 Min. Lesezeit

synaforce vollzieht innerhalb weniger Tage zwei strategische Schritte: Aus der ServerBase AG wird die synaforce Schweiz AG, zugleich übernimmt die Gruppe die niederländische Fairbanks International Group samt 42on. Daraus entsteht eine Drei-Länder-Plattform für souveräne, sichere und KI-fähige IT-Infrastruktur.

Das Wichtigste in Kürze

  • Schweiz integriert. ServerBase firmiert seit dem 3. Juni 2026 als synaforce Schweiz AG, Ansprechpartner und Servicequalität bleiben erhalten.
  • Niederlande erweitert. Mit Fairbanks und 42on kommt tiefe Open-Source-Cloud-Kompetenz rund um OpenStack, Kubernetes, Ceph und Linux hinzu.
  • Strategischer Kern. synaforce verbindet lokale Nähe mit digitaler Souveränität, KI-Infrastruktur und Migrationspfaden weg von VMware.

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Schweiz: Aus ServerBase wird synaforce Schweiz AG

Zum 3. Juni 2026 firmiert die frühere ServerBase AG als synaforce Schweiz AG. Website, E-Mail und Marke werden umgestellt. Für Kunden bleibt das operative Fundament stabil: dieselben Ansprechpartner, dieselbe Servicequalität und dieselbe Nähe vor Ort.

Neu ist der volle Zugang zum 360-Grad-Portfolio der Gruppe, von zertifizierten Rechenzentren über Managed Services bis zu Security- und Cloud-Lösungen. Die Plattform awesome.cloud bleibt dabei ein zentrales Fundament, besonders für Managed Service Provider und IT-Dienstleister.

Niederlande: Fairbanks und 42on stärken Open Source

Wenige Tage später folgt die Übernahme der Fairbanks International Group. Das 2004 gegründete Unternehmen begleitet Kunden über den gesamten Lebenszyklus komplexer Open-Source-Cloud-Umgebungen: Managed Services, Beratung, Schulungen und Notfallhilfe für OpenStack, Kubernetes, Ceph und Linux.

Zur Gruppe gehört auch 42on, ein spezialisierter Anbieter für Ceph. Beide Unternehmen sind in relevanten Open-Source-Organisationen aktiv, darunter Ceph Foundation, Linux Foundation, CNCF und OpenInfra Foundation.

Zitat

„Mit Fairbanks und 42on gewinnen wir ein Team mit tief verwurzelter Open-Source-DNA in einem Markt, der für digitale Souveränität, KI-Infrastruktur und europäische Cloud-Strategien immer wichtiger wird.“

Andreas Braidt, CEO von synaforce

Warum das strategisch zählt

Nach dem Einstieg in der Schweiz erweitert synaforce sein Netzwerk aus spezialisierten Teams in drei Ländern. Damit wird Open-Source-Infrastruktur zu einem strategischen Wachstumsfeld, nicht nur zu einem technischen Angebot.

Für Unternehmen, die nach einem Migrationspfad weg von VMware suchen, ist das relevant. Die Kombination aus lokaler Betreuung, Open-Source-Kompetenz und Rechenzentrumsinfrastruktur adressiert genau den Druck, den viele IT-Entscheider seit den Lizenzänderungen bei VMware spüren.

Was ist eine Souveränitäts-Cloud? Gemeint ist eine Cloud-Infrastruktur, bei der Betrieb, Datenhaltung, Kontrolle und technologische Abhängigkeiten stärker europäisch oder lokal verankert werden. Für Mittelständler zählt daran weniger die politische Überschrift als die Frage, wer Zugriff, Migration, Betrieb und Support tatsächlich verantwortet.

Zitat

„Die Partnerschaft mit synaforce ermöglicht uns, unser Dienstleistungsportfolio auf einen noch breiteren Kundenstamm auszuweiten – etwa mit einem klaren Migrationsweg von VMware auf Open-Source-Cloud-Lösungen.“

Ruud Harmsen, Gründer und CEO der Fairbanks International Group

Einordnung für europäische Entscheider

Der Fall zeigt, wie eine souveräne Alternative zu US-Hyperscalern entstehen kann: nicht durch einen einzigen Großanbieter, sondern durch ein Netzwerk lokal verankerter Spezialisten mit gemeinsamer Plattform.

Das ist Buy-and-Build mit Infrastruktur-DNA. Die lokalen Stärken bleiben sichtbar, während Portfolio, Know-how und Plattformfähigkeit über Ländergrenzen hinweg wachsen.

Für Kunden ist die entscheidende Frage nicht, ob ein Anbieter groß genug wirkt. Entscheidend ist, ob er kritische Workloads betreiben, Open-Source-Kompetenz halten und gleichzeitig regional ansprechbar bleiben kann. Genau diese Kombination will synaforce mit der Drei-Länder-Struktur ausbauen.

Der Schritt ist außerdem ein Signal an IT-Dienstleister und Managed Service Provider. Wer bislang auf einzelne lokale Spezialisten setzte, bekommt künftig ein größeres Portfolio, ohne zwingend auf anonyme Hyperscaler-Strukturen ausweichen zu müssen.

Häufige Fragen

Was ändert sich für Schweizer Kunden?

Laut Beitrag bleiben Ansprechpartner, Servicequalität und lokale Nähe erhalten. Neu ist der erweiterte Zugang zum synaforce-Portfolio.

Warum ist Fairbanks für synaforce relevant?

Fairbanks bringt Open-Source-Cloud-Kompetenz rund um OpenStack, Kubernetes, Ceph und Linux ein. Das stärkt vor allem souveräne Cloud- und VMware-Migrationsszenarien.

Bleiben die übernommenen Unternehmen eigenständig?

Nach dem vorliegenden Beitrag bleiben die Gesellschaften zunächst eigenständig. Die Markenintegration soll schrittweise folgen.

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Bildquelle: synaforce (Juni 2026)

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