Dies ist das Ergebnis des neuen großen Anbietervergleichs zu ADM in Deutschland

02.10.2018, Autor / Redaktion: ISG / Evernine

Auch auf dem Servicemarkt für Anwendungsentwicklung und -wartung ist Künstliche Intelligenz ein wichtiges Thema. Lesen Sie hier, wie das Ergebnis des neuen großen Anbietervergleichs „ISG Provider Lens Germany 2019 – Application Development & Maintenance (ADM)“ ausfällt.

In ihrer neuen Auflage berichtet die Studie, dass die führenden Anbieter KI und Machine Learning einsetzen, um die Software-Entwicklung und -wartung weiter zu automatisieren. Die Studie weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass auch die kleineren ADM-Anbieter verstärkt in KI und verwandte Technologien investieren sollten, um von den großen internationalen Anbietern nicht abgehängt zu werden. Insgesamt wurden in der Studie 30 Anbieter bewertet.

Mit Blick auf KI gibt es bei den ADM-Anbietern große Unterschiede

Die großen Anbieter haben KI-Technologien bereits in ihr Portfolio aufgenommen. Die kleineren Anbieter hingegen müssen aufpassen, dass sie angesichts dieser Entwicklung nicht in Rückstand geraten und deutlich überholt werden. Bisher können sich kleinere Unternehmen mit Fokus auf den deutschsprachigen und europäischen Markt vor allem dann behaupten, wenn sie über ein bestimmtes Branchen- und Spezialwissen verfügen und eine lokale Nähe zum Kunden aufweisen, so ISG.

Als weiteren Trend ist laut ISG die steigende Nachfrage nach geschäftszentrierten Kennzahlen und Metriken zu nennen. Unternehmen wollen einen Nachweis, inwiefern die Anwendungsentwicklung und -wartung die Geschäftsziele unterstützt. Diese Fachentscheider setzen dabei einen starken Fokus auf die digitale Transformation und wollen den Nutzen der ADM-Services für die Geschäftsergebnisse zuverlässig messen. Zudem ist das Umgehen und die Vertrautheit mit hybriden Cloudumgebungen unumgänglich.

Der Markt für ADM-Services bleibt in Bewegung

Der Markt für ADM-Services bleibt in Zukunft sehr agil. So rücken neben den Anwendungen auch Geschäftsprozesse in den Blick von KI. Große Anbieter bieten bereits KI-Funktionen, die Geschäftsprozesse analysieren, bewerten und verbessern. Auch mittelständische ADM-Provider können hier mithalten, da sie über Drittanbieter Zugriff auf KI-Systeme haben und diese in ihre eigenen Services integrieren können. Im „Leader“-Quadranten des Studiensegments „Next Generation ADM“ sind fünf Anbieter positioniert: Atos, Capgemini, DXC Technology, IBM und T-Systems.

Positioning of Next Generation ADM providers in Germany (Source: ISG Research 2018).
Next Generation ADM in der Finanzindustrie, Gesundheitswesen und Fertigungsindustrie

Bestandssysteme stellen auch in der Finanzindustrie die größten Hürden in Richtung einer agilen Softwareentwicklung dar. Von daher sind jene Anbieter im Vorteil, die mittels Codewiederverwendung, Cloudintegration und Containerisierung diese Hürden überwinden können.

In der Anwendungsentwicklung des Gesundheitswesens hat die Nachfrage nach Data Analytics und neueren Technologien wie „Industrial Machine Learning“ deutlich zugenommen. Diese neuen Technologien entscheiden mit darüber, ob ein Anbieter auf diesem Markt eine führende Rolle spielen kann.

 

Industriefertiger, etwa in der Automobilindustrie, stellen derzeit ihre Geschäftsprozesse auf breiter Ebene auf den Prüfstand, um sie agil zu gestalten. Die ADM-Anbieter in dieser Branche müssen deshalb die Beratung zu Geschäftsprozessen mit Design-Know-how und Methoden der agilen Softwareentwicklung miteinander verbinden.

Mehr über die ISG

Profil ansehen

Dieser Beitrag basiert auf einem Artikel der Information Services Group.
Quelle Titelbild: iStock/ 
PhonlamaiPhoto



X