Bauma 2025 – eine Messe der Superlative
2 Min. Lesezeit
Die Bauma in München ist die größte Baumaschinenmesse der Welt – und eigentlich schon ein Superlativ für sich. Es gibt neue Rekordzahlen, was die Aussteller und die Fläche angeht. Zudem rücken KI und autonome Antriebe in den Fokus.
1949 erstmals in Würzburg veranstaltet, ist die Bauma (Eigenschreibweise bauma) 1954 nach München gezogen. Anfangs waren nur deutsche Aussteller vertreten, später, vor allem mit dem Umzug der Messe auf das alte Flughafenareal in München Riem, hat sie sich zu einer der größten und dann zu der größten internationalen Fachmesse für Baumaschinen entwickelt.
2025 soll sie vom 7. bis 13. April mit 3.500 Ausstellern aus 57 Ländern, einer mit 86 Fußballfeldern vergleichbaren Fläche von 614.000 Quadratmetern sowie mit 550.000 erwarteten Besuchern aus 200 Ländern nochmal alle Rekorde brechen.
Auch auf dem Bau läuft vieles bereits autonom
Dass die Bauma auch nach all den Jahren noch mit der Zeit geht, stellt sie auch dieses Jahr wieder unter Beweis. Viele der auf dem Freigelände in den Himmel ragenden 50 Kräne lassen sich längst bequem vom Boden aus steuern. Das ist schon fast Standard. Noch relativ neu sind aber autonome Antriebe und der Einzug von künstlicher Intelligenz (KI).
Noch einen Schritt weiter geht ein autonomer Schüttgut-Transporter für den Innen- und Außenbereich. Dieser ist das Ergebnis eines „Barob“ genannten Forschungsprojekts am Institut für künstliche Intelligenz der Hochschule Ravensburg-Weingarten, wie das Fachmagazin Transport berichtet. Diese Maschine soll sich zuverlässig verschiedenen Boden- und Wetterbedingungen anpassen können
Vom E-Drive und Demolition Master
Robotik und KI werden in der Branche insgesamt immer wichtiger, denn autonome Fahrzeuge helfen zum Beispiel bei der Räumung von Minenfeldern oder beim Ausheben von für Menschen schwer erreichbaren Bodenschätzen. Die neuesten Innnovationen der Branche zeigte unter anderem die eigene Startup Area der Bauma.
Einige der viele Tonnen schweren Kräne, Bagger und Kipplaster fahren auch schon klimafreundlich elektrisch, so zum Beispiel der von der Süddeutschen Zeitung zu einer der „sieben krassesten Maschinen der Bauma“ gekürte Mining-Truck T 264 des deutschen Herstellers Liebherr. Der Muldenkipper selbst wiegt 176 Tonnen, kann mit 23 Stundenkilometern bis zu 240 Tonnen Last transportieren und führt mit 3,2 Megawattstunden die wohl stärkste fahrende Batterie mit sich. Das ist etwa das Fünfzigfache einer normalen Batterie für E-Autos.
„Noch relativ neu sind aber autonome Antriebe und der Einzug von künstlicher Intelligenz (KI).“
Großer Aufwand für eine Woche Messe
Liebherr, für viele nur als Hersteller von Haushaltsgeräten bekannt, hat am Eröffnungstag der Messe gerade einen Bauma-Preis für einen autonomen Radlader-Betrieb gewonnen und gehört so wie Caterpillar und Hitachi zu den Branchenführern. Das demonstriert der deutsche Hersteller auch diesmal wieder auf der Bauma 2025. Für den Aufbau der rund 70 Exponate auf einer riesigen Fläche von 14.000 Quadratmetern hat Liebherr ein halbes Jahr gebraucht und 200 Lkw-Ladungen an Material anliefern lassen sowie 1,200 Tonnen Stahl und 75 Kilometer Kabel verbaut.
Was man nicht alles tut, um sich für eine Woche dem internationalen Publikum zu präsentieren. Aber Liebherr und die anderen Aussteller müssen diese Chance nutzen. Die Bauma findet schließlich nur alle drei Jahre statt! In diesem Sinne – bis 2028.
Häufige Fragen
Wann und wo fand die erste Bauma statt?
Die erste Bauma fand 1949 in Würzburg statt. Seit 1954 wird die Messe in München ausgerichtet.
Wie viele Aussteller und Besucher erwartet man 2025 auf der Bauma?
2025 sollen 3.500 Aussteller aus 57 Ländern und 550.000 Besucher aus 200 Ländern kommen.
Welche technologischen Entwicklungen stehen auf der Bauma 2025 im Fokus?
Autonome Antriebe, künstliche Intelligenz und elektrische Antriebe sind zentrale Themen. Dazu zählen auch ferngesteuerte Kräne und autonome Transporter.
Was ist besonders am Liebherr T 264 Mining-Truck?
Der T 264 wiegt 176 Tonnen, transportiert bis zu 240 Tonnen und hat mit 3,2 Megawattstunden die stärkste fahrende Batterie.
Wie viel Aufwand betreibt Liebherr für die Präsentation auf der Bauma 2025?
Für 70 Exponate wurden 1.200 Tonnen Stahl und 75 Kilometer Kabel verbaut. Der Aufbau dauerte ein halbes Jahr und umfasste 200 Lkw-Lieferungen.
Lesetipps der Redaktion
- Datenqualität im Mittelstand: Warum KI ohne saubere Daten scheitert
- B2B-Plattformen: Warum Marktplätze den Vertrieb verändern
- Cyber-Versicherung für KMU: Was wirklich abgedeckt ist
Mehr aus dem MBF Media Netzwerk
cloudmagazin | SecurityToday | Digital Chiefs
Quelle Titelbild: Bauma

