Start-up: Akademische Leistungen fair vergleichen

05.08.2019, Autor / Redaktion: MBF-Redaktion

Die Zukunft eines Unternehmens steht und fällt mit der Qualität junger dynamischer Mitarbeiter. Jedes Unternehmen will die qualifiziertesten Bewerber für sich gewinnen. Somit ist ein kompetenter Leistungsnachweis auf Seiten der Hochschulabsolventen ein Muss. Allerdings sind Hochschulnoten wenig aussagekräftig. Sowohl die Bewertungskriterien als auch die Inhalte der einzelnen Studiengänge und die daraus resultierenden Noten variieren deutlich unter den verschiedenen Studiengängen. Doch das Kölner Start-up CASE hat dafür eine Lösung entwickelt:  Per Datenbank werden die Noten der Absolventen miteinander verglichen und eingeordnet, was den Personalabteilungen die genügende Vergleichbarkeit unter den Bewerbern verschafft. Nun will das Start-up auch in die USA expandieren.

Die klugen Köpfe hinter CASE heißen Dr. Jan Bergerhoff und Dr. Philipp Seegers. CASE steht für candidate select GmbH und ist ursprünglich aus einem Forschungsprojekt der beiden über Studierende in Deutschland entstanden, welches seit 2012 läuft. Hierbei wurden Datensätzen von 480 Universitäten analysiert und nach dem CASE Schema geordnet. Auf das besondere Geschäftsmodell sind nun auch Unternehmern Rolf Schrömgens (Trivago) und Thomas Alt (Metaio) und stellen dem Start-up einen einstelligen Millionenbetrag zur Verfügung. Große Namen wie Porsche, Mc Kinsey oder Telekom zählen bereits zu den Kunden.

Bergerhoffs Ambitionen sind groß. Mit dem Geld möchte er den nächsten Schritt wagen: eine Expansion in die Vereinigten Staaten. Weltweit existiert noch kein einziges Unternehmen, das Hochschulnoten der verschiedenen Bildungssysteme in Relation setzen kann, das ist der große Vorteil für CASE. Doch die große Herausforderung werden die Datensätze der Hochschulen. In den USA existieren mehr als 4000 Hochschulen und diese gilt es zu bewegen, ihre Daten offen zu legen.

Der Schritt ist also sehr weit für die bisher sieben Mitarbeiter bei CASE. Doch es scheint nicht unmöglich, denn mit rund 120.000 verglichenen Abschlüssen und einem Umsatz im sechsstelligen Bereich ist CASE auf dem Weg nach ganz oben.

 

Quelle Titelbild: Pexels / Pixabay

 



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