Durchblick durch den Dschungel verschiedener Zahlensysteme und Zahlschriften
Manchmal ist es gar nicht so einfach, Zahlen zu lesen und zu verstehen, weil die englische Billion etwa der deutschen Milliarde entspricht. Und wenn dann noch Punkt und Komma vertauscht sind oder indische Zahlwörter ins Spiel kommen, braucht man vielleicht etwas Übersetzungshilfe.
Der italienische Mathematiker Fibonacci ist vielen nur für die nach ihm benannte Zahlenreihe bekannt, bei der – angefangen 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34 und 55 – jede Zahl eine Summe der beiden vorhergehenden Zahlen ist. Und das findet sich in Verwandtschaft zum Goldenen Schnitt bis hin zu Spiralgalaxien in vielen natürlichen Wachstumsphänomenen wieder. Dabei ist das eigentlich große Verdienst des auch Leonardo da Pisa genannten Fibonacci gewesen, dass er von seinen Reisen ins Mittelmeer und den indisch-arabischen Kulturraum die arabischen Zahlen mitbrachte und samt der Hunderte Jahre später nach ihm benannten Fibonacci-Reihe in seinem Liber abacci oder Liber Abaci („Rechenbuch“) von 1202 niederschrieb.
Interessanterweise sprach er dabei nicht von arabischen, sondern von „indischen“ Zahlen. Und die lassen als heute arabisch-indische Zahlen zum Teil auch schon „unsere“ Zahlen erkennen:
| „Unsere“ arabischen und arabisch-indische Zahlen | |||||||||
| 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
| ٠ | ١ | ٢ | ٣ | ٤ | ٥ | ٦ | ٧ | ٨ | ٩ |
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