Chatbot from Google with AI

In 5 Schritten zum eigenen ChatBot

30.11.2017, Autor: ChallTell / Redaktion: Lenz Nölkel

Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz eigene Anwendungen für digitale Assistenten entwickeln, und das ganz ohne Programmierkünste? MyBusinessFuture erklärt, wie es funktioniert und zeigt, warum das auch für Ihr Unternehmen interessant ist.

Ob es darum geht, den Wecker zu stellen, den Kalender zu verwalten, Musik abzuspielen oder sich Begriffe erklären zu lassen: Die Möglichkeiten digitaler Assistenten wie Amazon Echo oder Google Home sind vielfältig, wie uns täglich in der Werbung demonstriert wird. Zudem bieten zahlreiche Drittanbieter ihre Dienste über den Amazon-Marketplace an, womit man die Skills der Assistenten erweitern kann. Beispielsweise kann man dann sein Smart Home über den Assistenten steuern.

 

Gehen wir noch einen Schritt weiter: Wie toll wäre es, wenn Sie Ihre eigenen Apps für den Assistenten, ganz gemäß der individuellen Bedürfnisse Ihres Unternehmens erstellen könnten? Genau das ist nun dank künstlicher Intelligenz auch ohne Programmierkenntnisse möglich. Alles was Sie dafür brauchen ist – ein Word-Dokument.

Mit Albert zum individuellen Chatbot

Mit einem Word-Dokument zur eigenen Assistenz-Anwendung – Genau das ist nun dank Albert möglich. Das KI-Tool der Firma NoHold verwendet Ihre persönlichen (bestehenden) Dokumente und wandelt diese in interaktive Chatbots um. Dabei ist lediglich die Struktur des Dokuments, also die Einteilung in passende Überschriften und dazugehörige Absätze für eine erfolgreiche Umsetzung relevant. Der Chatbot kann dann von einem Nutzer befragt werden. Er erkennt von selbst, welche Informationen genau benötigt werden, zieht diese aus dem hinterlegten Dokument und beantwortet die gestellte Frage. Das Tool ist bereits seit rund sieben Monaten für Amazon Alexa verfügbar und hat nun auch eine Anbindung zu Google Home. Über diese beiden Assistenten erhalten die Albert Chatbots ihre Stimme. Richtig smart: Indem man verschiedene mögliche Formulierungen für dieselbe Frage als Kommentar im Dokument hinterlegt, erkennt Albert, dass diese alle auf dieselben Informationen abzielen.

In 5 Schritten zur eigenen Anwendung

Haben wir Sie neugierig gemacht? So können Sie Ihre eigene App entwickeln:

 

  1. Dokument erstellen und formatieren. Hier können Sie auch auf ein bereits bestehendes Dokument zurückgreifen. Wichtig ist, dass sie dieses in eine geeignete Struktur bringen. Dabei ist die Verwendung passender Überschriften relevant.
  2. Bei SICURA Quick Start einloggen.
  3. Unter „Teach Albert“ das Dokument hochladen.
  4. Unter „Launch Albert“ überprüfen, ob der Upload erfolgreich war und das Dokument richtig hinterlegt ist.
  5. Den URL-Link unter dem Button „Launch Albert“ kopieren und mit relevanten Personen teilen.
Wo bringt Albert einen Mehrwert?

Der Einsatz von Albert bietet sich insbesondere dann an, wenn Informationen aus einer breiten Ausgangsbasis herausgefiltert werden müssen oder wenn häufig dieselben Fragen aufkommen. Wenn die Informationsbasis (also das Word-Dokument) zudem über eine lange Zeit hinweg unverändert bleibt, entsteht durch Albert ein besonders großer Mehrwert.

 

Konkret betrifft dies beispielweise AirBnB Hosts. Anstatt im Vorfeld die immergleichen Fragen umfangreich zu beantworten, könnten diese stattdessen mit Albert ein entsprechendes Word-Dokument für ihren digitalen Assistenten hinterlegen. So bekommen die Gäste ihre Fragen (wie beispielsweise die nach dem WiFi-Passwort) einfach vor Ort beantwortet.

 

Auch für Immobilienverwalter macht die Anwendung von Albert Sinn. Sämtliche Bewohner und Interessenten der betreuten Appartments können sich über das mittels Word hinterlegte Guidebook über das Gebäude informieren und bestehende Fragen, etwa über anstehende Sanierungen, klären.

Auch für Ihr Unternehmen kommt der Einsatz von Albert in Frage. Insbesondere im Personalbereich, in dem häufig spezifische Informationen aus einem umfangreichen Handbuch benötigt werden, ist die Umwandlung in ein smartes, formatiertes „Albert-Dokument“ sinnvoll.

 

Geschäftsstellenleiter können ebenfalls von Albert profitieren und darüber Fragen bezüglich Verantwortlichkeiten für bestimmte Abteilungen oder Aufgabenbereiche sowie Vorräten und Lieferungen beantworten lassen.

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Fazit

Die Anwendungsmöglichkeiten von individuell erstellen Chatbots sind nahezu unbegrenzt. Geht man einen Schritt weiter, so könnten Assistenten dank künstlicher Intelligenz künftig auch unstrukturierte Texte auslesen und verwerten, wie etwa Terminvereinbarungen via WhatsApp. Fakt ist, dass dieser Fortschritt im Bereich der künstlichen Intelligenz den Mehrwert digitaler Assistenten enorm steigert.

 

Dieser Artikel basiert in Teilen auf einem Beitrag von TheNextWeb, November 2017

Quelle Titelbild: Zapp2Photo / iStock

 



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