Heiß diskutiert: Das sind die Content Marketing Trends 2018.

Content Marketing Trends für 2018

15. November 2017, Autor / Redaktion: Evernine Group / Kathrin Eubisch

Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende und nach vielen Neuerungen, technischen Innovationen und Prognosen von Experten stehen die Content Marketing Trends 2018 fest. Hier lesen Sie, worauf Sie sich freuen dürfen oder besonders Acht geben sollten.

Die meisten Unternehmen arbeiten immer noch an der Erstellung einer echten Marketingstrategie für ihre Inhalte. Native Werbung ist nach wie vor das „Gateway“-Medikament für viele Content Marketing-Programme, und mobile Maßnahmen nehmen immer dann stärker zu, wenn der digitale Konsum der User steigt.

 

Jedoch haben in den letzten Monaten einige wirklich interessante Ereignisse stattgefunden, die, wie ich glaube, mit der Entwicklung der Content Marketing-Praxis selbst zu tun haben.

Große Wetten auf originale Inhalte

Kürzlich wurde berichtet, dass Apple als wertvollstes Unternehmen der Welt plant, mehr als eine Milliarde Dollar in originale Inhalte zu investieren. Obwohl Gerüchte über eine Übernahme von Netflix durch Apple kursieren, glauben wir, dass der Schritt in Richtung Content wichtiger ist als der Ausbau des Streaming-Geschäfts. Die Inhalte von Apple müssen relevant und konsistent bleiben; Innovationen in Sachen Content sind wichtig für das Unternehmenswachstum, denn schließlich soll die Positionierung am Markt ja auch bestehen bleiben – wie bei jedem anderen Unternehmen auch.

 

Wir wissen auch, dass Google Original-Inhalte sowohl von Marken als auch von Medienunternehmen gekauft hat, um insbesondere Inhaltslücken zu füllen, die durch ihre Suchalgorithmen gefunden wurden. Auch ein anderer Mega-Konzern investiert weiter in Content: Facebook wird künftig einen großen Teil seines Marketingbudgets für Original-Videos ausgeben, um sich so über mehrere Branchen und Themen als Global Player zu positionieren. Und wie steht es wohl um den größten Online-Händler Amazon?

Wohin diese Content-Reise weiterhin führen wird, wissen wir noch nicht, aber eines ist sicher: Konsistenter, originaler und „süchtig machender“ Inhalt ist das, was uns alle beschäftigt. Das was Streaming-Anbieter mit personalisierten und individualisierten Content-Strategien für Ihre Zielgruppen erschaffen, sollte auch in jeder anderen Branche als Paradebeispiel einer „Originals“-Strategie adaptiert werden.

 

Wie sich das auf Ihr Unternehmen auswirken kann, wird deutlich, wenn Sie sich folgende Frage stellen: Was passiert, wenn Ihr Hauptkonkurrent durch seine Inhalte auf einmal besser am Markt wahrgenommen wird als Sie? Das Fenster zum Aufbau eines vertrauenswürdigen und loyalen Publikums öffnet sich gerade. Die Wettbewerber, die neue und vertrauenswürdige Content-Marken erstellen, haben mehrere Möglichkeiten, diese Inhalte entweder direkt von (potenziellen) Kunden oder auch von der Syndizierung durch die „Apples und Googles“ dieser Welt zu monetarisieren.

Die Übernahme von Unternehmen wächst

Einige Unternehmen werden neu gegründet, während andere aufgekauft werden. Die Akquisition von Content-Marken ist daher ein weiterer wichtiger Trend im Content Marketing.

 

Ein beeindruckendes Beispiel: Arrow Electronics, das „Amazon“ der Elektronikkomponenten, kaufte 51 Medienunternehmen – von Hearst bis UBM – und ist somit zum größten Medienkonzern in der B2B-Elektronikindustrie geworden. Auf diese Weise erreicht Arrow jetzt 76 Prozent der Elektronikingenieure.

 

Anfang August machte Netflix zudem mit dem Kauf des Comic-Buchverlages Millarworld die erste große Medien-Akquisition. Dies ist ein weiteres Signal dafür, dass Netflix sich von der Lizenzierung des Inhalts anderer entfernt, um sein eigenes geistiges Eigentum zu schaffen.

 

Die beiden Fälle zeigen deutlich, dass es auf die Frage „Build it or buy it“ nicht nur eine Antwort gibt. Aktuell sieht es ganz danach aus, dass beide Wege zum Erfolg führen können und im Bereich der Content-Erstellung und -Verteilung gleichermaßen zulegen.

Build it or buy it? Diese Entscheidung ist nicht für alle so leicht.
Marketing als „Profitcenter“

Ende 2016 kündigten Mondelez, der amerikanische Lebensmittelhersteller, und Pepsi erhebliche Investitionen in die Einführung von internen Content-Studios an. Schenkt man den Aussagen der Marketing-Führung beider Unternehmen Glauben, wird ein Teil dieser „Marketing-Waffen“ enorme Umsatzerlöse generieren und die Möglichkeit von gewinnorientierten Unternehmungen beinhalten.

 

Das amerikanische Content Marketing Institut (CMI) ist der Meinung, dass dies die nächste Iteration des Content Marketings sein wird, die mehrere Zielgruppen innerhalb des Unternehmens aufbaut und diese Gruppen auf dutzende Arten monetarisiert. Schließlich werden einige innovative Unternehmen, wie beispielsweise auch Arrow und Johnson & Johnson, genug Umsatz erzielen, um die Ausgaben zu übertreffen. Die Marketingabteilung wird somit zu einer selbsttragenden Einheit.

Auch wenn ein Marketing-Profitcenter in Ihrem Unternehmen in dieser Form wahrscheinlich nicht möglich ist, ist der Prozess von entscheidender Bedeutung, sich die Kosten und Vorteile der Inhaltserstellung genauer anzusehen.

 

Viele der leitenden Marketing-Manager sind neugierig auf die Erstellung und die Möglichkeiten zur Verbreitung von Inhalten. Im Vergleich zu diesem Jahr können wir 2018 daher mit deutlich mehr produzierten Inhalten rechnen.

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Content Marketing-Budgets weltweit

In einer kürzlich durchgeführten Studie wurde festgestellt, dass es für Marketer im asiatisch-pazifischen Raum das oberste Ziel ist, das Content Marketing zu „beherrschen“. Außerdem sieht es bei den US-Vermarktern sehr ähnlich aus. Auch sie erhöhen ihre Budgets für Content Marketing.

Doch Content Marketing ist nicht immer automatisch sinnvoll: In vielen Unternehmen wird zwar Marketing-Budget freigegeben, aber gerade bei erfolgreichem Einsatz von Content Marketing müssten viele Unternehmen für langfristige Erfolge einen Kommunikationsberater hinzuziehen.

 

Es gibt zahlreiche Unternehmen, die beispielsweise ihr Marketing-Budget für Content Marketing verdoppeln. Das sorgt grundsätzlich zwar für neues Potenzial, doch der Großteil der Investitionen wird oftmals in Projekte gesteckt, die meist sehr zeit- und kostenintensiv sind und dann etwa in Form von aufwändigen Video-Clips „verpulvert“ werden – denn so gut digitale Lösungen heute alles analysieren können, den „nachweislichen“ Erfolgsfaktor von klassischer Werbung können sie bis heute nicht einwandfrei bemessen.

Kommt Ihnen bekannt vor? Gut möglich, denn viele Marken machen einen weit verbreiteten Fehler: Sie behandeln ihr Content Marketing wie Werbung. Damit Content Marketing wirklich funktioniert, muss es differenziert und langfristig konsistent produziert werden, wie es Medienunternehmen eben tun. Ich befürchte, dass die meisten dieser Content Marketing-Investitionen keine Früchte tragen werden – und deshalb haben wir noch einen langen Weg vor uns, Unternehmen die Vorteile von sinnvoll eingesetztem Content Marketing näher zu bringen.

Ist dieser Ansatz einmal verstanden und das Bewusstsein für richtiges Content Marketing erst einmal geschaffen, steht die Basis für Multi-Channel-Kampagnen. Über den „One Voice“-Key-Account-Ansatz der Evernine Group können Kampagnen über unterschiedliche Kanäle zentral gesteuert werden.

 

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qlm

 

 

Quelle Titelbild: iStock / gruizza



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