Braucht Ihr Unternehmen eine Hybrid-Cloud?

04.01.2018, Redaktion: MyBusinessFuture

„Hybride IT“ wird allgegenwärtig, doch die Meinungen darüber sind divers. Während manche eine hybride IT-Infrastruktur für ideal halten, sehen sie andere nur als Zwischenschritt in eine ausschließlich public-cloud-basierten Infrastrukur. Schließlich bleibt die Frage: Hybride IT-Infrastruktur – ja oder nein?

Der Begriff „hybride IT“ bedeutet in seiner breitesten Auslegung eine Kombination aus zwei oder mehr Formen der IT-Infrastruktur, die von der traditionellen Inhouse- über die Private Cloud bis hin zu Public Cloud reicht. Je nach Komplexität und Sensibilität werden Daten in einer Cloud, oder physisch vor Ort gespeichert.

Während „Public Cloud only“-Infrastukturen anfangs noch als universelles Ziel gesehen wurden, sehen Analysten cloudbasierte Infrastruktur nun nicht mehr für alle Anforderungen als die beste Alternative an. Andere Branchenanalysten warnen dagegen vor hybrider Infrastruktur. Schlussendlich müssen für die Auswahl der IT-Infrastruktur viele Faktoren berücksichtigt werden.

Hybride IT-Infrastruktur als Ziel oder Wegpunkt?

Besonders am Anfang kann es durch die administrative Umstellung zu Herausforderungen kommen. So sind beispielsweise Kompetenzen und Prozesse notwendig, um den cloudbasierten Betrieb zu optimieren und die Verwaltung einer hybriden IT-Infrastruktur nicht trivial. Dennoch ist es empfehlenswert, die Vorteile von Hybrid für die spezifische Unternehmenssituation zu prüfen.

Dabei wirken sich vor allem drei Faktoren auf die Bemühungen zur Modernisierung oder Umgestaltung der IT-Infrastruktur von Unternehmen aus, die das IT-Management berücksichtigen sollte.

Projekt- und Änderungsmanagement

Hierunter sind alle Aspekte des Managements und der Durchführung der Modernisierung gemeint. Die Einführung eines cloudbasierten Angebots birgt technische Herausforderungen sowie Herausforderungen in der Finanzplanung und im Bereich People Skills. Das Projekt- und Änderungsmanagement muss beispielsweise mit Blick auf die Durchführung des Projekts und den späteren Betrieb die Schulung oder Einstellung von Fachkräften berücksichtigen, da das benötigte Fachwissen möglicherweise bisher in der IT-Organisation nicht benötigt wurden.

Systemlastmerkmale und Erweiterungen

Hierzu gehören die technischen und betrieblichen Eigenschaften für alle Anwendungslasten. Um die Infrastruktur zu bestimmen, die die optimale Plattform hinsichtlich der gewünschten Ziele bietet, muss jede Anwendungsauslastung evaluiert werden. Hauptziel kann zum Beispiel die Maximierung von Agilität und Innovationskraft oder Kostenminimierung sein. In diesem Fall ist die Public Cloud oft die beste Wahl. Wird Kostenminimierung angestrebt, sollte besser auf eine traditionelle interne Infrastruktur gesetzt werden. Darüber hinaus muss daraufhin für jeden Anwendungsworkload entschieden werden, in welchem Umfang eine Erweiterung oder Tranformation des Workloads durchgeführt werden soll.

Zertifizierung und Compliance

Hierunter fallen die Maßnahmen zur Erlangung oder Aufrechterhaltung von Zertifizierungen, die von der Unternehmensbranche oder der staatlichen Gerichtsbarkeit verlang werden und hinsichtlich der Auswahl des Cloudanbieters sowie des cloudbasierten Angebots berücksichtigt werden müssen.

Fazit

Aus den genannten Faktoren ergeben sich Herausforderungen, die ja nach Unternehmen unterschiedlich sind. Meist ist die eigene optimale IT-Umgebung nicht direkt von einem anderen Unternehmen adaptierbar. Eine hybride IT-Infrastruktur ist bei genauerer Betrachtung meist die passendste Lösung. Um eine kontinuierliche Optimierung der IT-Infrastruktur zu gewährleisten, muss Das IT-Management die Auslastung kontinuierlich neu bewerten.

Dieser Beitrag basiert auf einem Artikel von ISG.

Quelle Titelbild: iStock/Just_Super

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