Wie Sie Ihre Mitarbeiter zu Digital Leadern machen

25. April 2019, Autor: Eva Mickler / Redaktion: MBF

Die Digitale Transformation hat die Unternehmenskommunikation erreicht. Jetzt brauchen Sie Mitarbeiter, die diesen Weg mit Ihnen gehen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren Marketingkollegen den Weg zum Digital Leadership bereiten.

Verschenken Sie kein Potential

In der digitalen Welt sind vor allem Schnelligkeit und Kreativität gefragt, Marketers treten häufig auf der Stelle, wodurch das ganze Unternehmen an Geschwindigkeit verliert. Aber gerade die Geschwindigkeit und die Experimentierfreudigkeit sind das A&O, um am Markt bestehen zu können und seine Unternehmesziele zu erreichen.

 

Ertappen Sie sich manchmal selbst, dass Sie über verstaubte Prozesse, lange Wege und die damit einhergehende Stagnation in Ihrem eigenen Unternehmen nachdenken und über Optionen, wie Sie das ändern können? Mitarbeiter, die sich in der Außenwirkung auf Ihren Positionen ausruhen und mehr Kaffee trinken, als Arbeiten – so zumindest der Anschein.

 

Die digitale Transformation ist angekommen. Sie ist nicht mehr nur Zukunftsmusik, sondern realer Alltag. Auch oder vor allem in Sachen Marketing, Sales und Unternehmenskommunikation. Nur wer sich in dieser Welt zurecht findet, sich experimentierfreudig zeigt und Know-how aufbaut, wird langfristig in seiner Branche bestehen können, wie erst wieder Experten belegen. 

Neukundenakquise, neue Wege der Selbstvermarktung in digitalen Kanälen, Leadgenerierung, smartes HR-Marketing, Vernetzung von Sales und Kampagnen sind etwa Themen, die Unternehmen umtreiben und bei denen „Testing“ gefragt ist, zumal es kein Standardrezept gibt. Produkte und Dienstleistungen nicht über digitale Wege zu promoten ist oftmals verschenktes Potential.

Experimentieren Sie

Eine sehr große Rolle kommt dabei der Agilität & Proaktivität zu. Die Kunst in der digitalen Welt ist es Neu- und Bestandskunden an einem Punkt zu erreichen, an dem Kunden ein Problem bereits erkannt haben, eine Lösung aber noch in weiter Ferne ist. Der Salesfunnel muss somit wesentlich früher ansetzen und den „Need“ des Kunden an der frühestmöglichen Stelle angehen.

 

Diese Vorgehensweise erfordert eine Mischung aus Mut, Unternehmergeist und damit einhergehend, unternehmerischem Denken. Wichtig an dieser Stelle ist es, auch wenn es schwerfällt, die deutsche Perfektion abzulegen. Digital bedeutet auch Kreativität: Trial & Error.

  1. Schaffen Sie Freiräume! Gemeint ist damit, dass Mitarbeitern einerseits ein gewisser Verfügungsrahmen geschaffen wird, um über Budget selbst zu entscheiden und andererseits die Zeit gegeben wird, diese Freiräume auch zu nutzen. Delegieren Sie Budgetverantwortung. Der Digital Leader muss selbst den Budgeteinsatz beispielsweise für Coaching, interne Themen, aber auch externe Ausgaben steuern können.
  2. Geben Sie KPI vor! Diese wiederum geben eine Marschrichtung und einen Weg für den Mitarbeiter an, woran dieser sich orientieren kann.
  3. Lassen Sie los. Trennen Sie sich vom Gedanken alles bis ins kleinste Detail einsehen zu müssen. Nur dadurch kann ein Mitarbeiter die Flexibilität und Kreativität gewinnen, die es für die digitale Transformation benötigt. Geben Sie die Möglichkeit von Messebesuchen, Fortbildungen, flexibleren Arbeitsmodellen für genau diese Mitarbeiter.

Geben Sie sich und Ihren Mitarbeitern Zeit Dinge auszuprobieren. Die Erstellung einer Webseite dauert heute nicht mehr 1 Jahr – gehen Sie mit einer Version online, die vielleicht nicht ganz dem vorgestellten Ideal entspricht. Wenn ein guter Weg gefunden ist, können Tasks nachgezogen werden. Die Erwartungshaltung, dass eine erste Kampagne perfekte Ergebnisse erzielt, ist zu hoch. Es gibt nicht den einen digitalen Weg, probieren Sie aus. Das klingt nun nach „Geldverbrennen“? Ganz im Gegenteil – die Potentiale, die Sie durch ein „Nichtversuchen“ eben auch nicht gehoben werden, sind wesentlich größer, als ein Testbudget es jemals sein kann.

Quelle Bild: iStock.com / olm26250

Freiräume mit KPI verknüpfen

Schaffen Sie Ihren Mitarbeitern Freiräume zu experimentieren. Messen Sie Mitarbeiter- und Unternehmenserfolge nicht an unmittelbaren Ergebnissen, sondern regeln Sie beispielsweise vertraglich ein Jahr „Experiment“ mit entsprechenden KPI, worauf im Folgejahr KPI-Bewertungen anhand der ersten Ergebnisse festgehalten werden. Bei der Umsetzung von Experimenten, als auch bei der Wahl sinnvoller KPI sind Experten im Kommunikationsbereich sehr hilfreich.

 

Die Erfahrungen, die beispielsweise Agenturen mit anderen Kunden machen, fließen bei der Beratung ein und schaffen somit hohe Mehrwerte. Agenturen und Spezialisten aus diesem Bereich sind am Puls der Zeit, entwickeln sich über Kundenerfahrungen, Messe- und Veranstaltungsbesuche und den großen Austausch untereinander stetig weiter. Von komplettem Outsourcing, über partnerschaftliche Zusammenarbeit, bis hin zu Schulungen bestehender Mitarbeitern und Workshops ist jede Art der Unterstützung wichtig und zielführend.

Diese Vorgehensweise setzt natürlich auch voraus, dass Sie sich als Geschäftsführer, CEO und Unternehmensverantwortlicher in die Benchmarks einarbeiten, um gesetzte KPI überhaupt bewerten zu können.

Hier finden Sie eine Checkliste möglicher KPI, die Ihnen helfen wird die „Experimente“ innerhalb Ihres Unternehmens zu bewerten:

 

  • Webseitenbesucher
  • Click-Through-Rate (CTR)
  • Leser auf einem Beitrag oder auf einer bestimmten Seite
  • Landingpage-Besucher
  • Impressionen
  • Social Likes – Soziale Interaktionen beispielsweise bei LinkedIn oder Xing
  • Verweildauer auf Ihrer Webseite allgemein oder auf speziellen Subpages

 

 

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