Wie dieses Startup PocketDefi das Gesundheitswesen revolutionieren will.

Wie dieses Startup lebensrettende Maschinen unter Marktpreis produziert

19. September 2017, Autor / Redakteur: GENIFYManon Mandel

Smart, kompakt und unter Marktpreis – das Medtech Startup Liimtec will mit modernen medizinischen Geräten den Markt durchdringen. Mit einem Defibrillator für unterwegs richtet sich das Startup an seine erste Zielgruppe, Ersthelfer. Ob Arzt, Sanitäter, Bergretter oder Angehörige von Risikopatienten: jede Einzelperson soll sich den kleinen Helfer leisten und einfach einsetzen.  Hat die digitale Lösung Chancen in der Branche?

Jährlich sterben weltweit 17 Millionen Menschen an plötzlichem Herztod. Die Hälfte davon könnte mit frühzeitiger Defibrillation überleben. Das ist mit den großen und stationär aufbewahrten Defibrillatoren jedoch oft nicht möglich, da sie meist schwer zu finden sind. Aus diesem Grund hat es sich das junge Technologie-Startup Liimtec aus Österreich zur Aufgabe gemacht, eine handliche Lösung zu entwickeln. Gründer Jasper Ettema kam vor etwa 18 Monaten durch den Besuch einer Erste Hilfe-Schulung auf die Idee und arbeitet seitdem mit einem Team von mittlerweile 10 Mitarbeitern aus den Bereichen Medizintechnik, Hardware- und Software- Entwicklung an dem Projekt.

Ein Defibrillator im Taschenformat?

Der PocketDefi ist mit einer Größe von ca. 5 x 8 x 10 cm 75 Prozent kleiner als herkömmliche Defibrillatoren und weist gerade einmal ein Gewicht von 400 Gramm auf. Ob im Rucksack, in der Handtasche, im Handschuhfach des Autos oder in der Fahrradtasche: Durch das kompakte Format ist der PocketDefi gerade für unterwegs geeignet und überall schnell zur Stelle. Auf Reisen, bei der Bergtour, am Strand und beim Roadtrip ist er ein treuer Begleiter und kann im Notfall Leben retten.

Wie dieses Startup PocketDefi das Gesundheitswesen revolutionieren will.
Das Startup PocketDefi möchte das Gesundheitswesen mit smarter Technik durchdringen. (Bild: Liimtec)
Smarter Ersthelfer – einfach zugänglich

Der PocketDefi wird als Medizinprodukt zugelassen und erfüllt somit alle geforderten Normen für Defibrillatoren. Dabei ist er mit wenigen Handgriffen für jedermann einsatzbereit. Über eine Sprachansage wird genau erklärt, was wann zu tun ist und ob ein Schock überhaupt empfohlen wird. Der PocketDefi ist der erste seiner Art, der sich mit dem Smartphone verbinden lässt. Damit werden Wartung und Instandhaltung des Geräts vereinfacht. So werden bespielsweise Software-Updates über das Smartphone auf das Gerät geladen. Über eine App lassen sich zudem multimediale Inhalte rund um das Thema Erste Hilfe abrufen. Auch eine Ortung des Gerätes wird über die Position des zugehörigen Smartphones möglich sein. So kann ohne Zeitverlust, auch von Hilfesuchenden, die keinen PocketDefi bei sich tragen, der Lebensretter gefunden oder herbeigerufen werden.

Der Pocketdefi will den Markt durchdringen

Der PocketDefi wird via Crowdselling-Kampagne auf der Plattform Indiegogo angeboten. Hier gibt es am 3. Oktober den Startschuss zur Vorbestellung. Er ist durch den Preis von 699 Euro weitaus günstiger als die gängigen, großen Geräte und damit auch für Einzelpersonen interessant. Ausgeliefert wird er ab Dezember 2018, vorausgesetzt, dass die Kampagne auf Indiegogo die für die Zulassung benötigten finanziellen Mittel erzielt. Die ersten Interessenten können einen Preisvorteil von über 40 Prozent nutzen und zahlen für das Einführunsgpaket mit einem Basisgerät, einem Set Elektroden und einer Ladeplatte sowie der App ab 399 Euro.

 

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Liimtec, September 2017
Quelle Titelbild: iStock / nzphotonz 

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