Was 5G wirklich leistet und 6G zukünftig bringen soll
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Während 5G in Deutschland immer noch nicht flächendeckend verfügbar ist, arbeitet die Industrie schon eifrig an 6G mit theoretischen Geschwindigkeiten von 400 Gbit/s. Aber Versprechen und Wirklichkeit klaffen oft weit auseinander. Ein Grund dafür ist das freigegebene Frequenzspektrum.Wer ein 5G-Handy hat, kann wohl ein Lied davon singen: Statt der verheißenen bis zu 10 Gigabit pro Sekunde, sind es meist nicht mehr als 300 Mbit/s. Das ist noch nicht mal soviel wie die einst versprochenen 4G- oder LTE-Geschwindigkeiten von maximal 500 Mbit/s. Zum Teil liegt das daran, dass die meisten 5G-Smartphones nur 5G light unterstützen.
Das liegt wiederum daran, dass die vorhandenen 5G-Netze nicht stand-alone (5G NSA) sind und immer noch einen LTE-Ankerplatz benötigen. Die Provider setzen beim Ausbau zwar auf Dynamic Spectrum Sharing (DSS) für den Parellelbetrieb von 4G/LTE und 5G, aber die in den Handys verbauten Chips kommen oft nicht damit klar, die sehr nahe liegenden Frequenzen des 5G-Trägers und der LTE-Ankerzellein den Bereichen von 2100 und 1800 MHz sauber zu trennen, womit das Handy dann im LTE-Netz verbleibt und nicht wie vorgesehen zu 5G zu wechseln, wie Techbook umreißt.Nur 5G+-Netze und entsprechende Geräte wie die neuesten von Samsung, Xiaomi oder Motorola kommen heute theoretisch zumindest an die doppelte LTE-Power von 500 Gbit/s heran. Seit einigen Jahren arbeiten die Hersteller, Netzausrüster und Mobilfunkbetreiber derweil schon an dem neuen 6G-Standard. Der wird zwar voraussichtlich erst Ende des zweiten Jahrzehnts marktreif und verfügbar sein, aber damit wäre es dann theoretisch möglich, mit bis zu 400 Gbit/s Inhalte zu streamen.Das ist aber auch für die Industrie interessant, um riesige Mengen von Big Data praktisch in Echtzeit über den Äther zu schicken. Von anderen Anwendungen wie wirklichem autonomen Fahren ganz abgesehen. Ob und über welche Reichweite die versprochene Geschwindigkeit auch nur halbwegs kommt, hängt nicht zuletzt auch von den freigegebenen oder vorhandenen Frequenzen ab. 5G kommt in Deutschland bei den B2C- und B2B-Verbrauchern anders als in Campusnetzen oder anderen Teilen der Welt daher teilweise noch gedrosselt an, zumindest für die End User.
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