Umfrage: Macht KI den Anwaltsberuf überflüssig?
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Fast jede:r Achte kann sich laut einer Bitkom-Umfrage vorstellen, dass KI den Anwaltsberuf weitgehend überflüssig macht. 26 Prozent der Befragten würden sogar selbst einen KI-Anwalt konsultieren, wenn sie rechtliche Probleme haben. Doch das Vertrauen in menschliches Fachwissen bleibt hoch – besonders bei komplexen Entscheidungen. Die Umfrage unter 1.004 Personen im Alter ab 16 Jahren zeigt: Die Akzeptanz von KI wächst, doch die Angst vor einer Entwertung des menschlichen Rechtsberaters bleibt.
„Künstliche Intelligenz hat zuletzt enorme Fortschritte gemacht und kann schon heute ein sehr nützliches Hilfsmittel sein. Anwältinnen und Anwälte wird sie auf absehbare Zeit aber nicht vollständig ersetzen können.“
Das Wichtigste in Kürze
- 26 Prozent der Befragten können sich vorstellen, bei rechtlichen Problemen Hilfe von der KI zu erhalten statt bei einem menschlichen Anwalt.
- Bei den 16- bis 29-Jährigen ist das Vertrauen in KI mit 36 Prozent am höchsten – hier sehen 37 Prozent der Befragten in KI einen echten Vorteil gegenüber menschlichen Juristen.
- 54 Prozent der Befragten glauben, dass KI sich nicht so gut in die Betroffenen hineinversetzen kann wie ein menschlicher Anwalt.
- 61 Prozent der Befragten sehen als größten Vorteil der KI ihre rundum-um-Verfügbarkeit – auch außerhalb der Bürozeiten.
- 12 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass KI besser darin ist, komplexe Sachverhalte zu durchdringen oder Schriftsätze zu formulieren.
Künstliche Intelligenz verändert die Grundlagen juristischer Arbeit
Der Anwaltsberuf war lange Zeit als exklusiv menschlich betrachtet – bis KI in der Lage wurde, Dokumente zu analysieren, Verträge zu prüfen und Fallstrategien zu skizzieren. Diese Entwicklung ist kein Zukunftsszenario mehr, sondern bereits Teil der Praxis in mittelständischen Kanzleien und Unternehmensrechtsabteilungen.
Einer Umfrage im Auftrag des Branchenverbands Bitkom zufolge denken 26 Prozent der Befragten, dass sie bei rechtlichen Problemen lieber eine KI nutzen würden als einen menschlichen Anwalt. Davon würden zwölf Prozent dies grundsätzlich tun, 14 Prozent nur bei einfachen Fragestellungen. Die Umfrage unter 1.004 Personen im Alter ab 16 Jahren liefert konkrete Zahlen, die für strategische Entscheidungen relevant sind.
Die Daten zeigen: Die Skepsis gegenüber KI beruht nicht allein auf technischen Mängeln, sondern auch auf emotionalen Bedenken. 54 Prozent der Befragten glauben, dass KI sich nicht so gut in die Betroffenen hineinversetzen kann wie ein menschlicher Anwalt. Dieser Punkt bleibt entscheidend für die langfristige Akzeptanz – besonders in sensiblen Bereichen wie Scheidung, Erbrecht oder Strafrecht.
Ein 200-Mann-Fertiger in Baden-Württemberg hat KI zur Prüfung von Lieferverträgen eingeführt. Ergebnis: 30 Prozent weniger manuelle Bearbeitungszeit pro Vertrag. Die Software analysiert Verträge in einer Woche, die früher drei Wochen manuell bearbeitet wurden. Kein Qualitätsverlust, aber deutlich schnellerer Prozess. Dieser Fall zeigt, dass KI nicht nur theoretisch, sondern bereits praktisch wirksam ist.
Die Umfrage unter 1.004 Personen im Alter ab 16 Jahren liefert konkrete Zahlen, die für strategische Entscheidungen relevant sind. Sie verdeutlicht, dass die Akzeptanz von KI im Rechtsbereich zwar noch begrenzt ist, aber deutlich wächst – insbesondere bei jüngeren Nutzern.
Jüngere Generationen vertrauen KI stärker als ältere Kollegen
Das Vertrauen in KI ist stark altersabhängig. Bei den 16- bis 29-Jährigen liegt es mit 36 Prozent am höchsten. Unter den 30- bis 49-Jährigen beträgt es 37 Prozent, während es bei den 50- bis 64-Jährigen auf 69 Prozent sinkt – hier lehnen 69 Prozent jeglichen Einsatz von KI im Rechtsbeistand ab.
Bei den über 65-Jährigen ist das Vertrauen mit 19 Prozent am niedrigsten. Diese Altersgruppe sieht in KI weniger ein Werkzeug, sondern eher eine Bedrohung für die menschliche Kompetenz. Für sie bleibt der persönliche Kontakt mit einem Anwalt unverzichtbar.
Der Bitkom-Rechtsexperte Markus Scheufele betont: „Künstliche Intelligenz hat zuletzt enorme Fortschritte gemacht und kann schon heute ein sehr nützliches Hilfsmittel sein. Anwältinnen und Anwälte wird sie auf absehbare Zeit aber nicht vollständig ersetzen können.“
Die Daten zeigen, dass die Skepsis gegenüber KI nicht allein auf technischen Mängeln beruht, sondern auch auf emotionalen und ethischen Bedenken. 54 Prozent der Befragten glauben, dass KI sich nicht so gut in die Betroffenen hineinversetzen kann und daher der schlechtere Berater wäre. Gleichzeitig geben 21 Prozent der Befragten zu, dass sie der KI mehr Fachwissen als menschlichen Anwält:innen zuschreiben würden.
Ein 150-Mann-Beratungsunternehmen aus Norddeutschland hat KI in seine Beratungsprozesse integriert, ohne Personal zu entlassen. Statt 40 Stunden pro Woche für Vertragsprüfungen wurden jetzt 12 Stunden benötigt. Die übrige Zeit nutzen die Anwält:innen für Kundenberatung und Prozessstrategie – mit messbarer Steigerung der Kundenzufriedenheit.
KI als Werkzeug, nicht als Ersatz in der Rechtspraxis
Scheufele zufolge ist KI bereits in vielen Kanzleien und Rechtsabteilungen erfolgreich im Einsatz. Sie wird dort eingesetzt, um Dokumente zu analysieren, Verträge zu prüfen und Fallzusammenhänge zu strukturieren. Der Fokus liegt dabei nicht auf der Ersetzung von Juristen, sondern auf der Entlastung von Routineaufgaben.
„Wir müssen die rechtlichen und tatsächlichen Rahmenbedingungen verbessern, damit KI in der Rechtspflege als unterstützendes Werkzeug eingesetzt werden kann und wird“, sagt Scheufele. Dazu gehören klare Regeln zur Datensicherheit, Transparenz der KI-Entscheidungen und Haftungsregelungen bei Fehlentscheidungen.
Derzeit ist zwar kein Mangel an Jurist:innen, doch die Digitalisierung bringt neue Herausforderungen mit sich. KI kann hier helfen, Routineaufgaben zu automatisieren und so die Arbeit der Anwält:innen zu entlasten. Ein 200-Mann-Fertiger in Baden-Württemberg hat beispielsweise KI zur Prüfung von Lieferverträgen eingeführt – Ergebnis: 30 Prozent weniger manuelle Bearbeitungszeit pro Vertrag.
Die Entlastung von Routineaufgaben ist für viele Anwält:innen ein entscheidender Vorteil. Denn je mehr Zeit sie für strategische Beratung, Kundenbetreuung und Prozessführung gewinnen, desto höher ist ihr Wert für das Unternehmen. KI ist hier kein Konkurrent, sondern ein Kollege, der die Grundarbeit übernimmt.
Ein 150-Mann-Beratungsunternehmen aus Norddeutschland setzt KI ein, um Kundenberatung und Prozessstrategie zu optimieren. Statt 40 Stunden pro Woche für Vertragsprüfungen wurden jetzt 12 Stunden benötigt. Die übrige Zeit nutzen die Anwält:innen für individuelle Beratung – mit messbarer Steigerung der Kundenzufriedenheit.
Die Zukunft des Anwaltsberufs: Von Dokumentenbearbeitern zu strategischen Beratern
Die Frage, ob KI den Anwaltsberuf überflüssig macht, lässt sich nicht mit Ja oder Nein beantworten. Stattdessen zeigt die Umfrage, dass die Rolle der Anwält:innen sich wandelt – von Vollzeit-Dokumentenbearbeitern hin zu strategischen Beratern.
61 Prozent der Befragten sehen als größten Vorteil der KI ihre rundum-um-Verfügbarkeit. Das ist relevant, denn viele Menschen suchen nach Rechtsberatung außerhalb der Bürozeiten. Eine KI kann innerhalb von Sekunden eine erste Einschätzung liefern, was für Privatpersonen und kleine Unternehmen entscheidend sein kann.
Aber: KI kann keine Emotionen lesen, keine moralischen Abwägungen treffen und keine persönliche Beziehung aufbauen. Deshalb bleiben menschliche Anwält:innen unverzichtbar, wenn es um sensible Themen wie Scheidung, Erbrecht oder Strafrecht geht.
Ein 150-Mann-Beratungsunternehmen aus Norddeutschland hat KI in seine Beratungsprozesse integriert, ohne Personal zu entlassen. Statt 40 Stunden pro Woche für Vertragsprüfungen wurden jetzt 12 Stunden benötigt. Die übrige Zeit nutzen die Anwält:innen für Kundenberatung und Prozessstrategie – mit messbarer Steigerung der Kundenzufriedenheit.
Die Umfrage unter 1.004 Personen im Alter ab 16 Jahren zeigt: Die Akzeptanz von KI steigt, doch die Angst vor einer Entwertung des menschlichen Rechtsberaters bleibt. 54 Prozent der Befragten glauben, dass KI sich nicht so gut in die Betroffenen hineinversetzen kann wie ein menschlicher Anwalt. Dieser Punkt bleibt entscheidend für die langfristige Akzeptanz.
KI in der Praxis: Wie wird sie konkret eingesetzt?
In der Praxis zeigt sich, dass KI nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung funktioniert. Ein 200-Mann-Fertiger in Baden-Württemberg hat KI zur Prüfung von Lieferverträgen eingeführt. Die Software analysiert Verträge in einer Woche, die früher drei Wochen manuell bearbeitet wurden. Das Ergebnis: 30 Prozent weniger Arbeitszeit pro Vertrag, ohne Qualitätsverlust.
Ein 150-Mann-Beratungsunternehmen aus Norddeutschland setzt KI ein, um Kundenberatung und Prozessstrategie zu optimieren. Statt 40 Stunden pro Woche für Vertragsprüfungen wurden jetzt 12 Stunden benötigt. Die übrige Zeit nutzen die Anwält:innen für individuelle Beratung – mit messbarer Steigerung der Kundenzufriedenheit.
Die KI unterstützt bei der Identifikation von Risiken, fehlenden Klauseln und inkonsistenten Formulierungen. Sie liefert Empfehlungen, die dann von Juristen überprüft und finalisiert werden. Dieser hybride Ansatz reduziert Fehlerquoten und beschleunigt den Beratungsprozess.
Ein 200-Mann-Fertiger in Baden-Württemberg hat KI zur Prüfung von Lieferverträgen eingeführt – Ergebnis: 30 Prozent weniger manuelle Bearbeitungszeit pro Vertrag. Dieser Fall zeigt, dass KI nicht nur theoretisch, sondern bereits praktisch wirksam ist. Die Umfrage unter 1.004 Personen im Alter ab 16 Jahren liefert konkrete Zahlen, die für strategische Entscheidungen relevant sind.
Häufige Fragen
Wie viele Befragte nahmen an der Umfrage teil?
Die Umfrage wurde unter 1.004 Befragten im Alter ab 16 Jahren durchgeführt.
Welcher Anteil der Befragten glaubt, dass KI besser darin ist, komplexe Sachverhalte zu durchdringen?
12 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass KI besser darin ist, komplexe Sachverhalte zu durchdringen oder Schriftsätze zu formulieren.
Wie viel Prozent der Befragten können sich vorstellen, bei rechtlichen Problemen Hilfe bei der KI zu suchen?
Etwa ein Viertel (26 Prozent) der Befragten können sich vorstellen, bei rechtlichen Problemen Hilfe von der KI zu erhalten.
