Psychologie in Social Media – 4 Tipps für eine erfolgreiche Social-Media-Strategie

04.07.2019, Autor / Redaktion: Evernine Group / Lisa-Marie Werner

Social Media Manager sollten beim Posten auf einige Key Elements setzen, um ihren Kunden, Gästen & Followern Services visuell, emotional & individuell zu vermitteln. Nutzen Sie unsere vier unterstützenden Maßnahmen für eine optimale Social-Media-Planung für Ihr Unternehmen.

Die Rolle des Social Media Managers kann schon mal kompliziert werden. Die nächste Kampagne soll online gehen, doch die Zeit rennt davon. Schnell recherchieren, konzipieren und mit dem Wording beginnen. Endlich geschafft – die Kampagne steht. Doch warum sind die Interaktionen nicht so hoch, wie erhofft? Die Psychologie spielt dabei eine große Rolle und ist ein wichtiger Bestandteil für die Verbreitung von Inhalten in den sozialen Medien. Wichtig ist es, seine Zielgruppe genau zu verstehen und deren Bedürfnisse und Wünsche zu berücksichtigen. Hierbei sollten Sie als Social Media Manager auf einige wichtige psychologische Fakten achten, um eine optimale Darstellung auf sämtlichen Social-Media-Kanälen zu schaffen.

1. Die Farbwahl lässt Sie rot sehen?

Wahrscheinlich merken Sie es oft selbst, wie sehr beispielsweise Farben unsere Assoziation beeinflussen. Nicht umsonst sprechen Sie von „rot sehen“, wenn man gereizt ist, oder empfindet warme Farben wie den Sonnenauf- und Untergang als entspannend.

 

Sie stehen also manchmal schon vor der Herausforderung, simple Farbauswahlen für Ihren Unternehmens-Facebook-Post auszuwählen, um Ihre Zielgruppe zu beeinflussen?

 

Nicht einmal mehr 2 Minuten dauert es, dass sich ein Betrachter für oder gegen ein Produkt entscheidet. Genauer genommen sind es 90 Sekunden. Diesen Sachverhalt und die Tatsache, dass 62 bis 90 Prozent der Beurteilung auf Farben basiert, konnte die Studie „Impact of Color on Marketing“ darlegen. Entscheidend ist aber nicht die Farbe alleine, sondern die Tatsache, ob die Farbe zur Marke und zum Produkt passt. Die Persönlichkeit der Marke soll unterstrichen werden, wobei die Farbentscheidung mit der Markenstimme übereinstimmen sollte. In Betracht beziehen sollten Sie außerdem , welche Nachricht Sie übermitteln wollen und welche spezifischen Farben die Message dabei unterstützen können. Neben den Assoziationen mit bestimmten Farben ist der Kontext entscheidungsgebend. Mögliche Farbassoziationen wären beispielsweise grün für „go“ & gelb für „happy“.

 

Was genau welche Farbe bedeutet und was damit assoziiert wird, erfahren Sie hier ausführlich, inspiriert durch Fachliteratur und Meinungen von Farbpsychologen.

2. „User Generated Content“ integrieren

„Kaufen Sie nie etwas von jemandem, den Sie nicht kennen“, eine Devise, die man nicht selten hört. Fremden vertrauen Sie weniger, als Menschen, die bekannt sind. Dies erscheint logisch, doch viele Firmen sind sich nicht bewusst, wie sehr diese Aussage die eigene Vermarktung beeinflussen kann.

 

Das Schlüsselhormon, welches hinter den ganzen physikalischen Prozessen in unserem Körper steckt, heißt Oxytocin. Es ist auch unter dem Namen Wohlfühlhormon oder Bindehormon bekannt und wird freigesetzt, wenn wir uns geborgen und als ein Teil von etwas fühlen.

Das Experiment eines Energieversorgers hat gezeigt, dass Kunden, die das Konsumverhalten von ihren Nachbarn observiert haben, dieses in seinen Grundzügen widerspiegelten. Das erfolgte unabhängig davon, ob sie zuvor mehr oder weniger Energie verbraucht haben.

 

„Menschen ändern eher ihre Meinung oder ihr Verhalten, wenn sie sich durch das Ergebnis besser fühlen, und das bedeutet oft, Teil einer größeren Gruppe zu sein“, erklärt Ogilvy PR CEO Chris Graves.

 

Und genau aus diesem Grund sollten Sie als Social-Verantwortlicher auf User Generated Content (UGC) setzen. Bereits zufriedengestellte Kunden sind das beste Mittel, um Ihren neuen Kunden zu zeigen, wie gut Sie und Ihr Unternehmen ankommen. Das hat sich auch eine Studie der Plattform Olapic als Grundidee hergenommen. Laut deren Ergebnisse sind 76 Prozent aller Verbraucher der Meinung, dass die Inhalte die „durchschnittliche Menschen“ teilen, authentischer sind als schlichte Werbung von Marken.

Das Schlüsselhormon in unserem Körper: Oxytocin, das Wohlfühlhormon. (Quelle: iStock.com /alvarez)

3. Ein Großteil der Online-User fasst Visuelles besser auf

Visuelle Hilfsmittel sind unumgänglich, wenn Sie Awareness für Ihre Zielgruppe generieren möchten. Egal ob Video, Foto oder Illustration – durch visuelle Komponenten schaffen Sie es, die Aufmerksamkeit der Leser auf sich zu lenken und deren Entscheidungen zu beeinflussen. Das gilt auch für diejenigen Leser, die aktiv nach Produkten suchen oder diese vergleichen.

Dem hinzuzufügen ist, dass laut einer Studie des Current Health Sciences Journals 65 Prozent der Bevölkerung visuelle Lernende sind. Die Klassifizierung der verschiedenen Lernstile wurde aus dem VAK-Modell abgeleitet.

 

Dieses teilt die Lernstile in visuelle Lerner, auditive Lerner und Kinästhetische Lerner. Somit sind visuelle Elemente eine der wichtigsten Komponenten bei der Vermarktung Ihres Produktes.

Quelle: EAP Foundation

4. Von Positivismus und Emojis

Wenn bestimmte Emotionen hervorgerufen werden, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass eine Botschaft weitergegeben wird. Diese Deutung wurde von der Zeitschrift Psychological Science belegt. Sind Menschen psychologisch erregt durch den Austausch von Informationen, so wird das vegetative Nervensystem aktiviert, was folglich die soziale Übertragung fördert. Nahezu jedem dürfte mittlerweile bekannt sein, dass sich emotionale Inhalte wesentlich mehr auf das Publikum auswirken als andere.

 

Nun entdeckten Forscher der University of Pennsylvania, je positiver ein Inhalt, desto häufiger wird er geteilt. Auch angemessener Humor und insbesondere Emojis helfen, die Anzahl der Shares & Linkes zu erhöhen. Somit bietet sich die emotionale Ansteckbarkeit von Menschen optimal an, um Verbundenheit mit seinem Publikum aufzubauen.

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Ein weiterer interessanter Punkt ist, dass die Studie „Emoticons und Phrasen: Statussymbole in Social Media“ belegte, dass Personen, die häufig positive Emojis auf Twitter benutzen, in der Regel beliebter und einflussreicher sind. Die daraus folgende Moral für Ihr Unternehmen: Unbedingt unterhaltsame Emojis in Ihre Inhalte integrieren! 

 

Hier finden Sie eine große Auswahl an Emojis für Ihren Content. Just Copy & Paste.

 

Sie sehen also, mit welchen Mitteln Sie spielen können, um Ihre Zielgruppe an der richtigen Stelle abzuholen. Diese vier Tipps helfen Ihnen dabei, sich schneller für geeignete Social-Media-Strategien entscheiden zu können und bringen sicherlich einen Mehrwert für Ihr Unternehmen.

Quelle Titelbild: iStock.com /Uruong



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