Digitale Barrierefreiheit
19.02.2025

Digitale Barrierefreiheit: Was Unternehmen tun müssen

2 Min. Lesezeit

Am 28. Juni 2025 wird das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) wirksam. Es verpflichtet viele Unternehmen dazu, ihre digitalen Angebote barrierefrei zu gestalten. Doch was bedeutet das Gesetz zur digitalen Barrierefreiheit konkret für Unternehmen und deren Webauftritte? Dieser Beitrag klärt die wichtigsten Fragen.

 

Wer muss das Gesetz zur digitalen Barrierefreiheit umsetzen?

Die Regelung betrifft vor allem Unternehmen, die Produkte oder Dienstleistungen direkt an Endverbraucher vertreiben. Dazu gehören unter anderem:

  • Online-Shops
  • Banken und Finanzdienstleister
  • Personenbeförderungsunternehmen
  • Anbieter digitaler Medien

Ausgenommen sind Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz oder einer Jahresbilanzsumme von maximal 2 Millionen Euro.

 

Welche rechtlichen Vorgaben gelten?

Das BFSG basiert auf dem European Accessibility Act (EAA) und gibt verbindliche Anforderungen für die digitale Barrierefreiheit vor. Unternehmen müssen sich an die europäische Norm EN 301 549 halten, die auf den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) basiert. Diese enthalten detaillierte technische Standards für die Umsetzung.

 

Worauf sollten Unternehmen bei der Umsetzung achten?

Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre digitalen Angebote für alle Nutzergruppen zugänglich sind. Dazu gehören:

  • Alternativtexte für Bilder
  • Hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • Eine intuitive, gut strukturierte Navigation
  • Bedienbarkeit aller Funktionen über die Tastatur
  • Vermeidung von blinkenden oder flackernden Elementen

Da die Anpassung je nach Umfang der Website aufwendig sein kann, ist es ratsam, frühzeitig mit der Optimierung zu beginnen.

 

„Die Full-Service-Agentur analysiert den aktuellen Stand der digitalen Präsenz, identifiziert Optimierungspotenziale und entwickelt eine passgenaue Strategie für eine zukunftssichere Umsetzung.“

Wie können Unternehmen ihren Barrierefreiheitsstatus überprüfen?

Es gibt diverse Testverfahren, mit denen Unternehmen die Konformität ihrer Websites prüfen können. Dazu zählen:

 

  • BITV-Test der Initiative BIK, der die Einhaltung der Barrierefreien-Informationstechnik-Verordnung (BITV) bewertet.
  • WAVE Accessibility Checker von WebAIM, ein Tool zur eigenständigen Prüfung von Barrierefreiheit.

Warum ist digitale Barrierefreiheit für alle Unternehmen relevant?

Unabhängig von der gesetzlichen Verpflichtung bringt eine barrierefreie Website viele Vorteile:

  • Erhöhte Reichweite und verbesserte Nutzererfahrung
  • Bessere Auffindbarkeit durch Suchmaschinenoptimierung (SEO)
  • Stärkung des Unternehmensimages als inklusiver und verantwortungsbewusster Anbieter

 

Evernine unterstützt Unternehmen auf dem Weg zur Barrierefreiheit

Evernine ist der kompetente Partner für Unternehmen, die Hilfe bei der Optimierung Ihrer Website benötigen oder direkt eine komplette Neugestaltung ihres Webauftritts planen. Die Full-Service-Agentur analysiert den aktuellen Stand der digitalen Präsenz, identifiziert Optimierungspotenziale und entwickelt eine passgenaue Strategie für eine zukunftssichere Umsetzung.

 

Interessierte können unter [email protected] ein kostenfreies Beratungsgespräch vereinbaren, um ihre Website auf den neuesten Stand der digitalen Barrierefreiheit zu bringen.

Häufige Fragen

Welche Unternehmen sind von der digitalen Barrierefreiheitsverordnung betroffen?

Betroffen sind Unternehmen, die Produkte oder Dienstleistungen direkt an Endverbraucher anbieten, wie Online-Shops, Banken oder Medienanbieter. Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitenden und einem Umsatz oder einer Bilanzsumme von max. 2 Mio. Euro sind ausgenommen.

Auf welcher rechtlichen Grundlage basiert die Verordnung?

Das BFSG basiert auf dem European Accessibility Act (EAA) und verpflichtet Unternehmen zur Einhaltung der Norm EN 301 549. Diese Norm orientiert sich an den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG).

Welche technischen Anforderungen gelten für digitale Angebote?

Es müssen Alternativtexte für Bilder, hoher Kontrast, eine strukturierte Navigation und Tastaturbedienbarkeit sichergestellt werden. Zudem sind blinkende oder flackernde Inhalte zu vermeiden.

Wie können Unternehmen die Barrierefreiheit ihrer Website prüfen?

Unternehmen können den BITV-Test der Initiative BIK oder den WAVE Accessibility Checker von WebAIM nutzen. Beide Tools bewerten die Einhaltung von Barrierefreiheitsstandards.

Welche Vorteile bietet eine barrierefreie Website auch ohne gesetzliche Pflicht?

Eine barrierefreie Website verbessert die Nutzererfahrung, erhöht die Reichweite und stärkt das Unternehmensimage. Zudem fördert sie die Suchmaschinenoptimierung (SEO).

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Quelle Titelbild: Unsplash / Elizabeth Woolner

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