Mittelstand, wache auf! Warum das Marketing dringend auszulagern ist
In der Unternehmenswelt sagt man ja: Alles, was nicht Kerngeschäft ist, sollte man sinnvollerweise auslagern und den Experten überlassen, deren Kerngeschäft es ist. Spannend – das gilt mittlerweile auch für das Marketing von gehobenen mittelständischen Unternehmen, das lange Zeit eine gegebene Inhouse-Enklave war. Warum das gerade im Aufgabenfeld Marketing, PR & Digital Sales aber so sein muss, lesen Sie hier.
Ein Kommentar von Alexander Roth, Geschäftsführer und Leiter der Business-IT Unit der Kommunikationsberatung Evernine GmbH.Die Digitalisierung bringt bekanntlich das Wesen mit, alles zu vernetzen. Die damit verbundenen Chancen sind enorm, aber auch die damit einhergehende Komplexität. Jedes noch so kleine Unternehmen kann heute dank Cloud auf Services einer Leistungsdimension zurückgreifen, die früher ausschließlich Großkonzernen vorbehalten war. Man kann davon speziell als Mittelständler richtig profitieren oder sich auch verrennen, beispielweise wenn man als Unternehmen eine eigene App für seine Kunden teuer entwickelt, die dann keiner braucht. Oder wenn man, einfach weil man es kann, zu klobige Software einführt, mit der dann letztlich niemand arbeitet.
Marketing Automation wäre so ein Thema, das mir hier begegnet ist. Alexander Roth hat schon des Öfteren Anrufe von Mittelständlern erhalten, die ihn baten, sich mit seinem Team anzuschauen, warum die so teuer erworbene Software, die eigentlich alles kann – von Social-Media-Steuerung bis Leadgenerierung – dann doch nichts wirklich bringt, außer Ärger für die eigenen Marketing-Kollegen, weil sie doch zu komplex ist.Aber es gibt auch Gegenbeispiele, die zeigen, wie der Einsatz von vermeintlich komplexer Digitalisierung im mittelständischen Unternehmen erfolgreich klappt: Es gibt Bäckereiketten, die Big-Data-Analysen aus Absatz- & Marktzahlen erfolgreich dazu einsetzen, ihre Brötchen deutlich effizienter und günstiger herzustellen, bei deutlich gesteigertem Absatz, der die Digitalisierungsausgaben deutlich übertrifft. Es ist klar – man kann sich bei Digitalisierungsthemen verrennen oder eben auf das richtige Pferd setzen. Und wie kann ich als Mittelständler sicher gehen, richtig zu investieren?
Die Empfehlung, die Alexander Roth dann oftmals gibt, ist nicht neu: „Gehen Sie zum IT-Experten, zum Beratungshaus, zum Managed-Service-Provider, der sich mit der Digitalisierung Ihrer Branche auskennt.“Überlassen Sie die Entscheidung nicht Ihrem Team, Ihrer eigenen IT, lassen Sie sich lieber über Chancen, Stolpersteine, Einführungskosten und zu Fehlern anderer gut beraten. Sollten Sie sich dann für eine neue Lösung zur Transformation entschieden haben, hat es sich als erprobtes Modell erwiesen, auch den Betrieb auszulagern und intern lediglich Mehrwerte, Kosten und relevante Kennzahlen Ihrer erworbenen / ausgelagerten Services im Blick zu halten. Um sich eben auf das zu konzentrieren, was man gut kann: Brötchen backen.
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