DIGITALES ICH – Die reale und digitale Welt sind eins

22. Mai, 2018 Autor / Editor: Evernine Group/ Hannes Beierlein

In seinem letzten Blogpost gibt Hannes Beierlein, CCO der deutschen Unternehmensberatung Evernine Group einen Überblick wie „digital“ und „real“ von Firmen und deren Angestellten kommuniziert werden können.

Wenn ich auf Business Meetings oder Ausstellungen bin, versucht jeder einen guten Eindruck zu hinterlassen. Wenn das nicht erfolgreich war, wird beim nächsten Mal versucht besser rüberzukommen. Das ist die reale Welt. Aber was ist mit der digitalen Welt? Man hat keine Kontakte, oder gar kein Profil bei LinkedIn, redet aber über die digitale Transformation. Wie sollen die Leute einen da ernst nehmen und deinen Rat annehmen?

Die Antwort: Werden sie nicht, weil die nötigen und relevanten digitalen Kontakte fehlen und man nicht als Experte in der digitalen Welt wahrgenommen wird. Selbst wenn das nur der erste digitale Eindruck ist, wie soll man diesen Eindruck ändern? Diese Frage wird in den nächsten Jahren viele Manager beschäftigen.

Social Selling, Corporate Influencer, Self-Publishing – das sind nicht nur leere Worte aus der Marketing Abteilung oder der Abteilung für Unternehmenskommunikations, die Begriffe haben alle eine Sache gemeinsam: Sie müssen in der digitalen Welt existieren – ehrlich und strategisch, sowohl für private als auch unternehmerische Zwecke. Seien Sie ehrlich, freundlich, angriffslustig, und was auch immer um dein „Digitales Ich“ passiert, es muss immer real bleiben und gut gepflegt sein.

Sie gehen auch nicht zu Treffen in der realen Welt in deiner Unterwäsche, dementsprechend sollten Sie sich in der digitalen Welt auch nicht so verhalten:

Denken Sie noch mal an mein Beispiel mit dem Ausstellungsbesuch zurück. Würden Sie dort nur in Unterwäsche auftreten, den Leuten über Ihre Kindheit erzählen oder Witze über Ihre Business Partner und deren Meinungen machen als ob sie Ihre besten Freunde wären? Ich glaube nicht.

Die „Digital Change“ beginnt mit Ihrem eigenen “Digitalem Ich” – pflegen Sie es und denken Sie darüber nach wie ihr Verhalten im Alltag Ihr digitales Leben beeinflusst. (Bildquelle: iStock / PeopleImages)

 

Wenn Sie dort mit jemandem reden, gehen Sie davon aus, dass Sie danach gegoogelt werden – und wenn Sie online nicht wirklich existieren, wird das der Eindruck sein, den Sie hinterlassen oder die Person wird Sie beim nächsten Mal meiden. Oder es kommt noch viel schlimmer: Sie können Ihren Eindruck bei der Person nicht m ehr ändern, weil sie kein eigenes digitales Ich haben. Also, wenn Sie immer noch in Unterwäsche – sprich ohne Profilbild, ohne Kontakte und ohne Interaktionen – auf Social Media unterwegs sind, werden sich Leute fragen, was für eine Art von Mensch Sie sind.

Um eins klar zu machen: Die digitale Veränderung beginnt mit Ihrem digitalen Ich – pflegen Sie es und denken Sie über Ihr Verhalten in der realen Welt nach und setzen Sie das in Verbingung mit Ihrem digitalem Leben. Das ist nicht nur für Sie als Person wichtig, sondern auch für die Firma für die Sie arbeiten. Heute repräsentiert jeder Mitarbeiter in einer Weise sein Unternehmen, besonders wenn man ein arbeitsrelevantes Thema mit persönlichen Meinungen auf Social Media anspricht.

 

Seien Sie Sie selbst, aber achten Sie auf ihr Digitales Ich. Die Grundlagen sind für jeden notwendig, nicht nur wenn Sie ein Corporate Influencer sind oder wenn Sie in der Unternehmenskommunikation arbeiten.

 

Besonders wenn Sie für den Kommunikationsbereich wie Sales, Marketing, PR, C-Level oder Business Development arbeiten, wer wird Ihnen irgendetwas glauben, was Sie über die digitale Transformation sagen, wenn Ihr digitales Ich nicht existiert.

Mein Ratschlag: Denken Sie über die Rolle der digitalen Kommunikation innerhalb der digitalen Transformation generell nach. Wenn Sie ein Unternehmen besitzen oder leiten, denken Sie auch über den Einfluss Ihres digitalen Ichs auf andere nach und an die Wichtigkeit einer konsistenten Digitalkommunikationsstrategie die die Digitalisierung ihres Unternehmens ganzheitlich pusht.

Und starten Sie auf keinen Fall eine Veränderung und Implementierung neuer Technologien bevor Sie an sich selbst gearbeitet haben. Sie können keine digitale Transformation kaufen, Sie müssen die digitale Transformation sein.

 

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