Colocation: Outsourcing des eigenen Datencenters!

13.08.2018,  Autor / Redaktion: ISG / Lenz Nölkel

Die Rechenzentren in vielen Unternehmen sind veraltet. Immer mehr Unternehmen lagern deshalb Ihr Rechenzentrum aus. Doch immer höhere Auflagen durch den Gesetzgebern machen es den Unternehmen schwer. Erfahren Sie mehr in diesem Beitrag.

Die eigenen Rechenzentren in vielen Unternehmen sind mittlerweile veraltet. Durch Big Data und die digitale Transformation werden immer größere Datenmengen gespeichert und verarbeitet – die Folge: Rechenzentren kommen an ihre Grenzen. Zu wenig Platz, zu teure Stromversorgung oder Kühlung und mangelnde Security. Infolgedessen muss verstärkt über neue Rechenzentren nachgedacht werden. In den meisten Fällen ist allerdings ein Housing- bzw. Colocationansatz wirtschaftlich sinnvoller und schneller umzusetzen.

Anforderungen der Gesetzgeber führen zur Verlagerung

Es wird in deutlich schwerer, die vom Gesetzgeber verordneten strengen Complianceanforderungen einzuhalten. Viele Unternehmen ziehen deshalb die Möglichkeit in Betracht, ihre IT-Infrastruktur ganz oder teilweise zu einem Colocationdienstleister zu verlagern. Einige andere haben es bereits umgesetzt. Die Nachfrage nach Colocationflächen steigt stetig und das Flächenangebot wird in den nächsten Jahren jährlich um 15 Prozent zunehmen. In Form von Erhöhungen der Kapazitäten und der Erbauung von weiteren Datacenter reagieren die Anbieter auf die große Nachfrage. 

Was bedeutet Colocation?

Colocation oder auch Housing bezeichnet das Betreiben eines Data Centers im Gebäude eines Drittanbieters. Unternehmenskunden können dabei Platz für Server und andere IT-Hardware anmieten und dort betreiben. Typischerweise bietet Colocation neben dem tatsächlichen Platz zusätzlich auch das Gebäude sowie Kühlung, Strom, Netzwerkanbindung und den physischen Schutz der IT-Hardware des Kunden, während dieser dort dann Server und Storage betreibt.

 

Für die Entscheidung zu einem Colocation-Rechenzentrum gibt es verschiedene Gründe, der wichtigste dürfte aber der große Kapitalaufwand für Bau, Betrieb und Wartung eines großen Data Centers sein.

Die Vorteile auf einem Blick

1. Sicherheits-Garantie:

 
Die Anbieter bieten ein hohes Maß an Sicherheit in Ihren zertifizierten Gebäuden. In einem eigenen Datacenter kann dies nur mit großem Aufwand und zu hohen Kosten erreicht werden.

 

Hinzu kommen Aspekte wie die Klimatisierung, eine redundante Stromzufuhr von getrennten Umspannwerken, eine mehrfach abgesicherte Stromversorgung, zentrale Löschanlagen sowie eine Videoüberwachung, die allesamt zur Standardausstattung eines Rechenzentrums gehören.

2. Der Anbieter stellt ausreichend Fläche zur Verfügung

 
Nur wenige Unternehmen haben intern eine ausreichend große Fläche zur Verfügung. Bei der Auslagerung des Rechungzentrums werden Racks für einzelne Systeme, Cages als eigener abgetrennter Bereich bis hin zu Suites angeboten.

 

Flächenerweiterungen bei Ausdehnung der eigenen IT-Infrastruktur sind ebenfalls kein Problem, denn die Anbieter verfügen über ausreichende Reserveflächen, welche sie zur Verfügung stellen können.

 

Sogar der Zugang ist mit einer aufgezeichneten Zutrittskontrolle gesichert.

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3. Flexibilität und Übernahme von Routineaufgaben

 
Qualifiziertes Personal des Anbieters überwacht die Systeme und behebt auftretende Probleme. Des Weiteren kümmern sich die Anbieter auch um Dienste, wie beispielsweise die Datensicherung, das Einspielen von Patches, das Austauschen von Hardware, Servererweiterungen sowie die Bereitstellung von Speicherkapazitäten. Der Betrieb kann jedoch weiterhin von den eigenen Administratoren ausgeführt werden.

Dieser Beitrag beruht zu Teilen auf dem Beitrag der ISG vom Juni 2018.

Quelle Titelbild: iStock/ adventtr.



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