CES 2018: Diese Branchenthemen werden jetzt wichtig

27. Januar 2018, Autor / Redaktion: ISG / Lenz Nölkel

Der Fokus der diesjährigen CES lag nicht nur auf consumer-only gadgets. 2018 waren bemerkenswert viele Produktions-Technologien ausgestellt, was einen von Experten bereits seit längerem erkannten Trend bestätigt: B2B und B2C verschmelzen immer mehr.

B2C goes B2B, Künstliche Intelligenz und neue Innovationsgeographie – Die Trends

Die CES ist als CONSUMER Electronics Show bisher Themen aus B2B eher ferngeblieben. Mit dem weit gefassten Spektrum von IT-Anwendungen in diesem Jahr scheint sich hier der Wandel zu manifestieren – interessant sowohl für Companies als auch für Endabnehmer. ISG hat einen Überblick über die relevantesten Neuerscheinungen für Firmen, Service-Anbieter und Technologievertreiber zusammengestellt. Hier sind die zentralen Eindrücke aus Las Vegas:

 

1. Automobilindustrie sucht weiter den Kontakt mit High-Tech-Vorreitern. Zwischen den beiden einst strikt getrennten Märkten entstehen immer mehr Partnerschaften, Investitionsgemeinschaften und sonstige neue Kooperationen. Ein Beispiel hierfür ist HERE, eine Navigations-Firma mit frischem Funding sowohl von Bosch als auch Continental neben einer neuen Partnerschaft mit SAP.

 

2. Traditionelle B2C-Firmen machen mehr und mehr in B2B. Panasonic ist Teil dieser Bewegung: Der Elektronikkonzern bietet vermehrt Business Services wie Lieferketten-Logistik und Komponenten für elektrische Fahrzeuge an. Mit dieser Unit geht Panasonic nun auch verstärkt in die Außendarstellung und zeigt der Weltöffentlichkeit sein Know-how im Business-Bereich.

3. Invasion der Roboter – Wobei es sich vor allem bei den Home-Robots vor allem um einem Medienhype handeln dürfte: Deren tatsächliche Funktionalität ist noch weitgehend eingeschränkt. Echten Mehrwert stiften eher Modelle für den Einsatz in Lagerhallen und Fabriken.

 

4. Überall KI und Sprachaktivierung, allerdings noch eher limitiert. Fast jeder Technologieanbieter basiert seine Lösungen auf KI und wirbt mit einer möglichen Konnektivität mit mindestens Alexa oder Google Voice. Und diese KI ist jetzt auf Chips, hergestellt von Firmen wie NVIDIA oder Qualcomm. Doch insgesamt sind diese Anwendungen noch eingeschränkt, da sie hoch-qualitative Daten benötigen, diese allerdings noch nicht aufarbeiten können.

5. Gehirn-Computer-Schnittstelle: Vielversprechende BMI-Technologien. Die Möglichkeiten, das menschliche Gehirn mit Maschinen zu verbinden, werden immer konkreter. BrainCo stellt beispielsweise eine Roboter-Hand aus, die durch das menschliche Neuronalsystem gesteuert werden kann.

 

6. Alle reden vom Internet of Things – obwohl skalierbare Anwendungsfälle und ROIs rar bleiben.

 

7. Asien! Die Tage der uneingeschränkten US-amerikanischen Vorreiterrolle in Sachen Technologie sind Geschichte. Viele Innovationen kommen aus Asien: Abgesehen von Japan auch aus China, Taiwan und Korea. Somit wird sich der Fokus der Szene auch weiterhin mehr und mehr auf die andere Seite des Pazifiks verlagern.

Implementierung von neuen Technologien bleibt aufwendig

Unternehmen und ihre IT-Anbieter werden weiterhin viel Aufwand auf die Implementierung von den jeweils passenden Technologien für die geschäftlichen Anforderungen betreiben müssen.

 

Obwohl es mehr und mehr Optionen für relativ gleichbleibende Problemstellungen gibt, macht die Veränderungsgeschwindigkeit des digitalen Wandels das angebrachte Testen, Beschaffen und Integrieren jeder dieser Optionen schwierig.

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Quelle Titelbild: YouTube / RIZKNOWS

Dieser Beitrag basiert in Teilen auf  einem Artikel von ISG.



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