Geofencing als ABM-Werkzeug: So adressieren Sie Ihre Wunschzielgruppe

24. Juni 2019, Autor / Redaktion: Evernine Consulting / Konstantin Krieg

 

Für ein zielgerichtetes Marketing sind nicht nur die Kampagnenbotschaft und die korrekte Kanalauswahl wichtig. Auch das „Wo“ spielt eine große Rolle. Was hinter dem Marketing-Trend „Geofencing“ steckt und wie Sie Ihre Account-based Marketing-Strategie (kurz ABM) mit dieser Disziplin optimieren können, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Schlendert man über aktuelle Marketing-Messen & -Events wie Online Marketing Rockstars oder durchblättert die einschlägigen Fachmagazine kommt man in diesem Jahr an einer Marketing-Disziplinen im B2B-Umfeld definitiv nicht vorbei: Account-based Marketing. Hierbei werden Kampagnen direkt auf zuvor eng definierte Zielgruppen ausgespielt, um die Wunschkunden individuell anzusprechen und Streuverluste erheblich zu reduzieren.

 

Marketing und Sales arbeiten im Optimalfall eng zusammen und halten Zielunternehmen beispielsweise in einer Liste fest. Um die potenziellen Leads anschließend mit einer Kampagne zu bespielen, bietet Account-based Marketing zahlreiche technische Möglichkeiten. Zu den wichtigsten Instrumenten im Targeting von größeren Zielunternehmen gehört sicherlich das sogenannte Geofencing oder auch Geotargeting. Dabei können Werbeanzeigen auf zuvor klar definierte Orte beschränkt werden.

Auf den aktuellen Standort zugreifen

Doch wie erhalten die Werbetreibenden die Standortdaten der gewünschten Zielgruppe? Sicherlich haben Sie nach dem Download einer App schon einmal die automatische Anfrage erhalten, ob diese auf Ihren aktuellen Standort zugreifen darf.

 

Sobald Sie zugestimmt haben, kann die App auf Ihre GPS-Daten zugreifen – egal ob die App gerade geöffnet ist, oder nicht. Bei Google Maps müssen Sie beispielsweise zustimmen, um die App überhaupt verwenden zu können.

Welche Marketing-Kanäle bieten Geofencing an?

Von Google Ads, über Social Media bis Native Advertising: Nahezu jeder Marketing-Kanal bietet eine bestimmte Form von Geofencing an. Meistens sind die Targeting-Einstellungen aber eher „grober“ Natur. So kann in nahezu jedem Kanal ein bestimmtes Land oder Bundesland eingestellt werden, was praktisch ist, falls sich die Kampagne nur auf eine Sprache beschränkt oder die Brötchen eines regionalen Bäckers beworben werden sollen.

 

Aktuell verfügen Google Ads und Facebook wohl über die genauesten Targeting-Möglichkeiten. Sowohl auf Google Ads als auch auf Facebook und Instagram können nicht nur Städte, sondern sogar Straßen mit einem Radius von 1 km in den Zielgruppeneinstellungen festgelegt werden.

Nutzungsmöglichkeiten von Geofencing

Im B2C-Umfeld wird Geofencing zumeist für lokale Filialen oder bestimmte Aufenthaltsorte verwendet. So können beispielsweise Push-Nachrichten mit Sonderangeboten oder Rabattcodes an potenzielle Kunden geschickt werden, sobald diese den Laden betreten.

 

Genauso können auch Werbeanzeigen mit einer zielgruppengerechten Ansprache an marketingrelevanten Orten angezeigt werden: Zum Beispiel Anzeigen für Fußballschuhe für User, die sich oft auf einem Bolzplatz aufhalten.

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Im B2B-Umfeld stehen besagte Targeting-Listen im Mittelpunkt des Geofencings. Solche Listen beinhalten oft auch öffentlich zugängliche Standortadressen der Zielunternehmen. Wenn Sie in Zukunft beispielsweise die Mitarbeiter der großen Automobilhersteller mit Ihrer Werbung adressieren möchten, können Sie über die Targeting-Funktionen von Goolge Ads und Facebook direkt auf den genauen Standort des Unternehmens ausrichten. In Kombination mit weiteren Zielgruppeneinstellungen lassen sich die Anzeigen sogar noch detaillierter auf bestimmte Personengruppen zuschneiden.

Beratung für Mittelständler

Sie möchten ausloten, ob Geofencing und Account-based Marketing generell für Ihr Unternehmen und Ihre Branche interessant sind? Wenden Sie sich gerne an die ABM-Experten der Evernine Group, die Sie in einem unverbindlichen Erstgespräch professionell beraten.

 

Quelle Titelbild: iStock/stock_colors



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