5g gefährlich

Ist 5G gefährlich oder nicht?

16.07.19 , Autor / Redaktion: Ben Hutchison-Bird / MBF Redaktion

Für die Zukunft der Industrie und Wirtschaft ist das ultraschnelle Internet nicht mehr wegzudenken. Wie gefährlich ist 5G aber wirklich für unsere Gesundheit?

Die Industrie ist sich in einem Punkt sicher: 5G ist auf dem Weg – und es bringt endlose neue Chancen und Möglichkeiten mit sich. Doch so schön wie diese Vorteile sind, schaut auch jemand nach potenziellen Gesundheitsrisiken? Denn 5G heißt mehr Sendemasten und mehr Sendemasten heißt mehr Strahlung. Und mehr Strahlung ist gefährlich, oder?

Was ist Mobilfunkstrahlung & wie gefährlich ist sie?

Mobilfunk geschieht über elektromagnetische Wellen, also handelt es sich bei 5G um elektromagnetische Strahlung. Dessen Auswirkungen wurden bereits in zahlreichen Studien erforscht sowie auch von Sarah Drießen vom Forschungszentrum für elektromagnetische Umweltverträglichkeit an der RWTH Aachen: “Eindeutig nachgewiesen ist bislang lediglich, dass die hochfrequenten Felder eine thermische, also wärmende Wirkung haben. Das kennt man ja auch aus der Mikrowelle.”

Nur sind die Auswirkungen bei weitem nicht so stark und laut Forscher unbedenklich für den Menschen. Durch unsere Handys wird also eine sehr kleine Erwärmung in unseren Zellen verursacht. Laut Gunde Ziegelberger, Fachgebietsleiterin für Elektromagnetische Felder am Bundesamt für Strahlenschutz sind Radiowellen aber nicht mit der radioaktiven Strahlung oder kurzwellige UV-Strahlung zu vergleichen. Somit sollen die Mobilfunkwellen das Erbgut, also die DNA, nicht schädigen oder verändern können. 

 

„Wir haben keinen Nachweis, dass die Smartphone-Nutzung bei Einhaltung der internationalen Grenzwerte Krebs verursachen könnte.“ Zwar seien die Studien noch nicht in der Lage, völlige Sicherheit zu geben, weil sich Tumore über lange Zeit entwickelten. „Aber mit jedem Jahr, in dem wir keinen Anstieg an Erkrankungen sehen, erhalten wir mehr Gewissheit.“ 

Mehr Masten, mehr Strahlung?

Bislang geht die meiste Strahlung von den Geräten selbst aus. Dies könnte sich aber zukünftig ändern. 5G verwendet zur Datenübertragung kurzwellige Frequenzen, die eine vielfach kürzere Reichweite haben im Vergleich zu 4G, alias LTE. Für den Flächendeckenden Ausbau von 5G müsste im Radius von jedem einzelnen Kilometer ein Sendemast montiert werden. Somit würden diese künftig näher an Wohnorten angebracht werden. 

 

Die Effekte der dadurch resultierenden erhöhten Strahlung seien bislang nicht abzusehen. Hinzu kommt das zumindest im späteren Stadium des 5G-Netzes unerforschte Frequenzbänder von rund 26 Gigahertz für die Datenübertragung genutzt werden sollen, die zusätzlich mehr Energie freisetzen. 

Fazit

Die Lage ist um umstritten. Viele Forscher schließen nach heutigem Stand eine Gefährdung durch Mobilfunkstrahlung aus. Die Folgen durch neue Frequenzbänder und Sendemästen die sich zukünftig näher an menschlichen Wohnumgebungen befinden können aber bislang nicht erforscht werden. So können Organisationen wie die WHO (World Health Organisation) nicht ausschließen, dass Mobilfunkstrahlung krebserregend ist.

 

Epidemiologische Untersuchungen an Menschengruppen über einen längeren Zeitraum seien kompliziert. Es sei schwierig Untersuchungspersonen von WLAN- & Bluetooth-Netzwerken zu entfernen, wodurch sich ein genauer Effekt nicht zuordnen lässt.

 

Quelle Titelbild: alzay

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