Wie Bosch es nun mit Intel / Mobileye aufnehmen will

28. März 2017, Redaktion: Anja Weinert

Bosch ist der weltgrößte Produzent von Automobil-Komponenten und investiert viel Geld in die Entwicklung von Video-Technologien, welche das Fahren unterstützen sollen. Nun wartet eine Herausforderung auf das deutsche Unternehmen, welcher es jedoch positiv gegenübertritt.

Einer der größten Konkurrenten von Bosch ist das israelische Unternehmen Mobileye. Mobileye produziert Komponenten für fortgeschrittene Fahrerassistenzsysteme wie beispielsweise integrierte Kameras und Chips und besitzt einen Marktanteil von über 70 Prozent. Nun wird Mobileye in einer 15 Millionen Dollar Akquisition von Intel aufgekauft. Dies könnte möglicherweise die Marktmacht des israelischen Unternehmens im Bereich der autonomen Fahrzeugtechnologien verstärken.

Was die Fusion mit sich bringt

Laut Volkmar Denner, Chief Executive bei Bosch, ist es unklar, welche Auswirkung die Fusion auf das Unternehmen haben wird: Während Intel als Chip-Produzent bisheriger Partner des Automobilzulieferers ist, gilt Mobileye ganz klar als Konkurrent. Um mehr Klarheit zu erlangen, möchte Bosch mit Intel und Mobileye ins Gespräch gehen.

Bosch hält an bisheriger Strategie fest

Obwohl die Fusion für Bosch möglicherweise eine Herausforderung darstellt, hält das Unternehmen an seiner bisherigen Strategie fest: Sie haben bereits viel in die Entwicklung eigener Video-Technologien investiert und wollen dies weiterhin vorantreiben.

Reaktion anderer Konkurrenten

Neben Bosch haben sich auch die Konzerne Autoliv und Continental dafür entschieden, die Entwicklung eigener Technologien für fortgeschrittene Fahrerassistenzsysteme weiter zu verfolgen. Valeo entschied sich hingegen dafür, zukünftig die Produkte von Mobileye zu beziehen.

Support durch starke Partnerschaften

Bei der Entwicklung eigener Fahrerassistenztechnologien wird Bosch durch eine Vielzahl an Partnerschaften unterstützt. Hierzu zählen Amazon, IBM, SAP, Software AG und General Electric.

Besonders vielversprechend ist auch die Zusammenarbeit mit dem Chiphersteller Nvidia im Bereich Bordcomputer. Gemeinsam möchten sie mittels künstlicher Intelligenz erreichen, dass selbstfahrende Autos auch komplexe Verkehrssituationen problemlos meistern können.

 

Hierfür wird die Fahrzeugumgebung mittels Sensoren und Kameras erfasst. Intelligente Computer verarbeiten diese Daten dann so, dass bestmöglich auf die bestehende Verkehrslage – wie beispielsweise ein plötzlich auftretendes Hindernis – reagiert wird. Derartige Bordcomputer sollen 2020 auf den Markt kommen.

 

Quelle Titelbild: Evernine

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