So machen Sie Ihr Krankenhaus fit für die Digitalisierung

30. September 2019, Autor / Redaktion: ISC AGMBF-Redaktion

Verantwortliche in deutschen Krankenhäusern können den Betrieb deutlich leistungsfähiger gestalten, wenn die Möglichkeiten digitaler Technologien optimal genutzt werden. Ein kompetenter Partner kann Ihnen diesen Weg ebnen und neue Türen für einen effizienteren Betrieb öffnen.

Das deutsche Gesundheitswesen ist Weltspitze, hinkt aber leider in Sachen Digitalisierung hinterher. Das dokumentiert die Studie „SmartHealthSystems – Digitalisierungsstrategien im internationalen Vergleich“ der Bertelsmann-Stiftung. Demnach belegt Deutschland im internationalen Ranking der digitalen Gesundheitssysteme nur Platz 16 von 17. Lediglich Polen steht im Digitalisierungsindex noch schlechter da. Die Studienautoren klagen, es mangele hierzulande an einer übergeordneten strategischen Orientierung und finanziellen Anreizen, zertifizierte Lösungen flächendeckend einzusetzen. Politische Bestrebungen, Digital Health voranzutreiben, hätten nur mäßigen Erfolg.

Konkrete Auswirkungen in der Praxis

Krankenhäuser streben nach optimierten, effizienten, wirtschaftlichen und anforderungsgerechten Prozessen. Die möglichst genaue Kenntnis über die anfallenden Kosten je Fall, wie zum Beispiel der Materialverbrauch eines Patienten während seiner Zeit im Krankenhaus, zählt hierbei zu einer der größten Herausforderungen in der Branche.

 

Dieser Rückstand schlägt sich in konkreten Problemen nieder. Beispielsweise hakt es oft bei der Materialbeschaffung und den Verbrauchsaufwänden. Manuelle Eingaben bei der Dokumentation sind eine häufige Fehlerquelle. Das macht es schwer, Auskunftspflichten zu genügen.

 

Doch ist eine Verknüpfung zwischen einer technikunterstützten, fallbasierten Dokumentation und Materialwirtschaft überhaupt möglich? Und wenn ja, welche Prozesse müssen hierbei angepasst werden und welche Anforderungen sowie Auswirkungen hat so eine fallbasierte Materialerfassung auf die technischen (IT-)Systeme im Krankenhaus?

Viele Krankenhäuser setzen daher vorab auf ein zentrales IT-System, wie das bewährte ERP System von SAP. Doch auch in Krankenhäusern, bei denen SAP bereits im Einsatz ist, gibt es vor allem im Hinblick auf Fall- bzw. Materialdokumentation und Digitalisierung noch Optimierungsbedarf.

 

Fall- bzw. patientenbezogene Materialerfassung im OP, Implantatpass, verbrauchsgesteuerte Materialerfassung und die Messung des Materialverbrauchs sind anspruchsvolle Aufgaben, die aktuell häufig noch von Hand erledigt werden.

Wenn Sie all dies mithilfe digitaler Unterstützung in den Griff bekommen, winken erhebliche Kostenvorteile, schnellere Abarbeitung und höhere Effizienz.

Starkes Optimierungspotential

Dabei gibt es gewaltige Chancen, nicht nur diese Probleme zu beheben, sondern auch völlig neue Einsatzgebiete zu erschließen. Wenn Digitalisierung richtig umgesetzt wird, profitieren Krankenhäuser und Kliniken enorm und können so Prozesse wesentlich effizienter gestalten. Die Unternehmensberatung Accenture hat in ihrer Studie „Digital Health Tech Vision“ im Jahr 2018 die möglichen Einsatzszenarien für neue Technologien in der Medizin aufgezeigt.

 

Moderne Technologien können durch die Analyse einer Vielzahl von Daten den Ärzten dabei helfen, Verletzungen über digitale Geräte zu diagnostizieren oder das Wohlbefinden von Pflegebedürftigen aus der Ferne zu überwachen. Außerdem können bei komplizierten Operationen auswärtige Spezialisten den behandelnden Ärzten mit virtueller Realität unter die Arme greifen, ohne persönlich anwesend zu sein.

 

Doch was sind die tatsächlichen Herausforderungen? Krankenhäuser sind oftmals nicht in der Lage, etwa den Materialverbrauch direkt dem jeweiligen Patienten zuzuordnen. Die Digitalisierung greift hier aktuell noch nicht, da dieser Prozess zu oft noch per Hand umgesetzt wird. Eine genaue Nachvollziehbarkeit des Materialeinsatzes gestaltet sich daher oft schwierig. Mit einer digitalisierten Materialdokumentation können Krankenhäuser dem zukünftig entgegenwirken.

Krankenhäuser haben oft die Herausforderung, Materialverbräuche Patienten zuzuordnen. Quelle: iStock / alvarez.

Für eine erfolgreiche Umsetzung einer fallbasierten Dokumentation ist eine krankenhausspezifische Prozess- und Technikanalyse Voraussetzung, so dass die jeweiligen Rahmenbedingungen in Verbindung mit der Materialwirtschaft aufgenommen werden können. Die SOLL-Prozesse für diese fallbasierte Dokumentation und Materiallogistik werden aufbauend auf diesen Ergebnissen definiert und die technischen Anforderungen identifiziert.

 

Besonders aus der Prozess-Perspektive ergeben sich für die anschließenden Logistikprozesse klare Vorteile. Durch die automatische Nachbestellung können so zum Beispiel Bestellprozesse vereinfacht werden. Der Vorteil darin liegt in den verringerten Personalaufwendungen in der Materialbestellung. Auch die medizinische Qualität wird durch eine fallbasierte technikunterstützte Dokumentation der Materialerfassung erhöht und ermöglicht eine transparente und exakte Darstellung sämtliche Aufwände, die beim einzelnen Patienten verwendet wurden.

Implantatpass – Neue Herausforderungen für Krankenhäuser

Seit dem 1. Oktober 2015 müssen Gesundheitseinrichtungen wie ambulante Zentren, Krankenhäuser und Kliniken gemäß der Medizinprodukte-Betreiberverordnung (§10 MPBetreiverVO) jedem Patienten einen Implantatpass in Papierform aushändigen, dem medizinische Implantate eingesetzt wurden. Diese verpflichtende Einführung gilt nach der Medizinprodukte-Betreiberverordnung für alle aktiven Implantate oder für Medizinprodukte der Risikoklasse III und dient der verbesserten Patientensicherheit bei der Anwendung von Implantaten.

 

Für den Arzt/Physiotherapeut ergibt sich der Vorteil, dass mithilfe des Implantatpasses relevante Informationen zu dem jeweils eingesetzten Implantat vorliegen. Auch der Patient selbst kann dadurch selbständig kontrollieren, ob sein eingesetztes Implantat bei einem Medizinprodukterückruf betroffen ist. Für die Gesundheitseinrichtungen, welche aktive Implantate bzw. Medizinprodukte der Risikoklasse III einsetzen bringt dies jedoch weitere Herausforderungen mit sich. Neben dem Implantatpass besteht für Krankenhäuser die Regelung, medizinische Dokumente für 20 Jahre aufzubewahren. Auch die Identifikation des betroffenen Patientenkreises im Falle eines Produktrückrufs muss innerhalb von drei Tagen vorliegen.

 

ISC hat diese Problematik erkannt und stellt mit der integrierten Materialdokumentation (IMD) die Möglichkeit bereit, direkt in der Falldokumentation in SAP den Implantatpass zum Patienten auszudrucken.

 

Mit dieser Lösung wird die Ausgabe des Implantatpass an den Patienten zum Kinderspiel.
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SAP als Basis

Die Lösungen von SAP sind eine sehr gute Basis, um alle diese Zukunftschancen zu nutzen. Das gilt besonders für die aktuelle Version SAP S/4HANA, denn diese ist mit In-Memory-Technologie um einige Dimensionen schneller als die Vorgänger und bietet immense Möglichkeiten für neue Analysetechniken und Prozesse, wie eine aktuelle Studie dokumentiert.

 

SAP S/4HANA ermöglicht es, die Chancen des digitalen Wandels zu nutzen. Allerdings sind die Lösungen von SAP komplex und die Implementierung ist aufwendig. 

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Es ist daher stark anzuraten, dass Sie sich an einen zuverlässigen Partner wenden, der sowohl hohe technologische Kompetenz als auch die Erfahrung aus erfolgreichen Projekten im Gesundheitsbereich in die Waagschale werfen kann. Vor allem letzteres ist entscheidend, denn das Gesundheitswesen unterscheidet sich besonders durch ihre Dynamik und der hohen Innovationskraft stark von anderen Branchen.

 

ISC hat dies klar erkannt und bietet spezifische Lösungen, die optimal auf die Gesundheitsbranche zugeschnitten sind und es ermöglichen, eine intelligente Organisation zu werden. 

Finanzielle Sicherheit durch moderne Technologie

Mit der richtigen Lösung, die diese Technologien aufnimmt, lässt sich also die Effizienz deutlich steigern. ISC ermöglicht Krankenhäusern mit seiner integrierten Materialdokumentation (IMD), die Materialerfassung sowohl im OP als auch in den übrigen Funktionsbereichen leistungsfähiger zu gestalten.

 

Durch automatische Nachbestellungen von Materialien, vereinfachte Suchmöglichkeiten und Ablösung von papierhaften Materialanforderungen können durch optimierte Beschaffungsprozesse beim Pflegepersonal nachweislich Kosten gespart werden. In dieser Case Study bekommen Sie tiefere Einblicke. Zum Download!

Ansatzpunkt Materialdokumentation

Eine effektive Materialdokumentation mit den leistungsfähigen Lösungen von ISC beseitigt Fehlerquellen und ist ein wichtiger Einstiegspunkt in die Digitalisierung. Die Gesundheitsspezialisten von ISC haben so in vielen renommierten Krankenhäusern erfolgreich Projekte umgesetzt, die zu echten Kosteneinsparungen sowie schnelleren und effektiveren Prozessen führten. Zu nennen sind hier beispielsweise das Uniklinikum Würzburg, das Klinikum der Ludwig Maximilians Universität München, die Klinikum der Technischen Universität München und das Klinikum Saarbrücken.

 

Die integrierte Materialdokumentation (IMD) ermöglicht die Erfassung und Dokumentation von Materialverbräuchen zum Fallauftrag/Innenauftrag in SAP IS-H/MM. Die IMD ermöglicht die Materialerfassung sowohl im OP als auch in den übrigen Funktionsbereichen.  Durch diese Lösung können die Experten von ISC Ihre Prozesse und Effizienz verbessern und Ihre Auskunftspflichten rechtssicher gewährleisten.

 

Möchten Sie wissen, wie auch Sie Ihre Klinik auf dem Weg in die Digitalisierung entscheidend voranbringen können? Dann laden Sie unsere kostenfreie Case Study herunter. 

Quelle Titelbild: iStock / Chinnapong

 



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