Rechtzeitig zum Valentinstag: Wie Onlineshops Ihr Angebot optimieren

06. Februar 2018, Autor / Redaktion: MyBusinessFuturePhilipp Wissing

Das Verbraucherforum mydealz.de hat eine umfangreiche Analyse des Online-Shopping-Verhaltens der Deutschen 2017 erstellt. Welche Trends konnten sich halten, welche Erwartungen wurden gedämpft? Und was sind die relevantesten Erkenntnisse für den E-Commerce, die im neuen Jahr wichtig sind?

Konstante Top-Seller und gestiegene Nachfrage

Bei den zehn meistgekauften Produkten gab es nur wenig Veränderungen. Wie im Jahr zuvor bilden Haushaltselektronik, Mode und IT-Geräte die Top 3, nur auf dem zehnten Rang der absatzstärksten Angebote hat ein Wechsel stattgefunden. Hier steht nun der Service „Verträge und Finanzen“. Insgesamt hat die Nachfrage auf dem Online-Markt nochmal um 11,8 Prozent zugenommen, was vor allem durch die starke Nachfragezunahme in den Kategorien Smart Home, Smartphones und Tablets sowie Apps und Software bedingt ist. Dadurch erscheint auch die Prognose eines Umsatzwachstums von 11,3 Prozent auf 55,3 Milliarden Euro realistisch, die eMarketer für 2017 herausgegeben hat.

 

Ein vorhergesagter Trend, der sich bestätigt hat, ist die Rolle des mobilen Geräts beim Online-Einkauf: Mittlerweile mehr als 68 Prozent shoppen der Studie zur Folge auf Smartphone oder Tablet im Netz, was im Umkehrschluss bedeutet, dass weniger als ein Drittel der User dies von Notebook oder PC aus tun. Eine Entwicklung, die sich wahrscheinlich so fortsetzen wird.

Umsatzpeaks und Herausforderungen für Online-Händler

Am meisten griffen User dienstags zwischen 20 und 22 Uhr online zu, aber auch an anderen Wochentagen zu späterer Uhrzeit. Hier ist eine klare Tendenz zum Online-Shopping während der Fernseh-Primetime zu erkennen. Einkaufen wird so auf gewisse Weise zur Nebensache, aufgrund von Arbeit, Zeitmangel und Komfort. Dieses „Second-Screen-Phänomen“ impliziert eine klare Forderung an Online-Händler:

 

Der Onlineshop muss auf mobile Geräte optimiert sein, das Kauferlebnis so reibungslos und unkompliziert wie möglich von statten gehen und allgemein das Einkaufserlebnis maximal kundenfreundlich sein.

Die späten Zugriffe als Chance nutzen

Die späten und mobilen Zugriffe auf die vielen Online-Angebote können auch eine Chance darstellen, und zwar für alle, die bereit sind, den Schritt zu gehen und sich an konsumfreudigen Kunden auszurichten, die möglichst zügig und nebenbei einkaufen wollen. Denn wer seinen Onlineshop entsprechend ausrichtet, kann ganz rasch und vor allem relativ einfach Kunden dazu gewinnen, die eine nutzerfreundliche Führung und Mehrwerte zu schätzen wissen.

Valentinstag und Black Friday immer wichtiger

Nicht nur zu bestimmten Tages-, sondern auch zu bestimmten Jahreszeiten stieg das Konsuminteresse deutscher Verbraucher 2017 deutlich an. Das Weihnachtsgeschäft ist hier nur eines von mehreren Beispielen. Insgesamt zeichnete sich 2017 somit ein Trend zur „Eventisierung des Online-Handels“ ab. Der Valentinstag, Muttertag und Weihnachten sind natürlich weiterhin als klassische Highlights im Handel vorhanden, aber auch eigens von Online-Händlern geschaffene Events wie der von Apple nach Deutschland importierte Black Friday haben teilweise deutlich an Bedeutung für den Online-Handel gewonnen.

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Quelle Titelbild: Andrey Popov / iStock



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