IoT: Die Automobilbranche gibt Gas – was macht der Rest?

12.12.2018, Autor / Redakteur: Information Builders / Tobias Lilienthal

 IoT führt zu einer Datenexplosion, bei der selbst die Marktforscher nicht mehr mitkommen. Ein Teil davon fällt natürlich auf den Consumerbereich, der Großteil davon sind jedoch die IoT-Daten in den Produktionshallen dieser Welt. Mittlerweile lassen sich noch mehr Daten auswerten, als man glauben mag. Die Automobilindustrie gibt hier kräftig Gas – wie schneidet Ihre Branche im Vergleich ab?

IoT ist allgegenwärtig. Letzte Woche erzähle mir ein Freund, dass die Mitarbeiter eines IT-Unternehmens in der Mittagspause den Kickertisch vernetzten, um auszuwerten welche Spielfigur prozentual die meisten Tore schoss. Dieses Beispiel zeigt, wie nah an der Wirklichkeit mittlerweile die totale Datenverarbeitung ist, nun gilt es als Business- und IT-Entscheider diese auch in den großen Maßstab zu übertragen um Ihr Unternehmen „IoT-ready“ zu machen.

 

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Damit die IoT-Daten nicht ungenutzt versickern, müssen sie für Unternehmen entsprechend aufbereitet und analysiert werden. Hier kommen Open-Source-Lösungen wie Apache Spark und Hadoop ins Spiel – sowie der iWay Big Data Integrator von Information Builders. Dieser versteht sich auf eine Vielzahl von Datenbank-Management-Systeme und bietet für den maximalen Return on Investment (ROI) nativ die Möglichkeit, Datenbankmanagement in einem Hadoop- oder Spark-Cluster durchzuführen. Mehr zu IoT, Business Intelligence und den iWay Big Data Integrator, erfahren Sie in dem Whitepaper „BI – Mit dem richtigen Tool Kosten sparen“.

Die deutsche Automobilindustrie gibt Gas

Cisco rechnet bis 2021 mit über 26 Milliarden über das Internet verbundenen Geräten. Mehr als die Hälfte sollen dann auf IoT-Anwendungen entfallen. Berücksichtigt sind dabei sowohl Consumer-Anwendungen wie Smart Home oder Smart-TVs, als auch Unternehmensanwendungen in der Industrie, die sich hinter dem Begriff IIoT verbergen.

 

Deutschland gibt dabei mit den vielen Startups und mit der Automobilindustrie als Motor besonders Gas. Der deutsche IIoT-Markt soll sich laut einer Studie vom Verband der Internetwirtschaft eco und Arthur D. Little in den fünf Jahren bis 2022 auf 16,8 Milliarden Euro mehr als verdoppeln, wobei die Automobilwirtschaft sowie die Maschinen- und Anlagenbauer besonders stark zulegen. Die „Just-in-Time“-Lieferung von Bauteilen durch konsequenten IIoT-Einsatz schlägt sich für sie zum Beispiel in hohen Kosteneinsparungen für Lager und Handling nieder.

 

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Beide Branchen zusammen machen über die Hälfte des gesamten IIoT-Marktes in Deutschland aus. Aber was ist eigentlich das Internet of Things, was ist die Voraussetzung und wo ist die Trennlinie zwischen B2C- und B2B-Anwendungen?

Was macht das Internet of Things aus?

Das Internet der Dinge, kurz IoT, wird auf Deutsch auch als „Allesnetz“ bezeichnet. Das Internet oder I gibt den Verbindungsweg vor und unterscheidet das IoT oder IIoT von anderen Technologien oder Konzepten wie Industrie 4.0 oder der Selbststeuerung logistischer Prozesse, die nicht zwingend das Internet voraussetzen, obwohl es natürlich oft Überschneidungen gibt. 

 

Die wenigsten IoT-Devices (inklusive Sensoren) sind selbst internetfähig. Sie müssen als solche aber in der Lage sein, sich anderer technischer Möglichkeiten zu bedienen, um über das Internet kommunizieren zu können.

In der Industrie wird die Anbindung in den allermeisten Fällen über Datenleitungen und IoT-Gateways hergestellt. Bei Smart Home erfolgt sie für die Jalousiesteuerung etwa vielfach noch über Datenleitungen oder über Funkstandards wie ZigBee, KNX-RF oder Bluetooth, zunehmend aber auch über WLAN. Bluetooth Low Energy kommt auch bei den sogenannten Beacons zum Einsatz, für die Indoor-Navigation zum Beispiel oder für bestimmte Aktionen wie „Licht an“ beim Betreten eines Raumes.  

Wo beginnt das Internet of Things? 

Den Anfang der IoT-Anwendungen machte um 2000 die automatische Identifikation mittels Radio Frequency Identification (RFID). Im weiteren Sinne kann jede Ware, die mit einem Barcode ausgezeichnet ist, schon als IoT-Device gesehen werden, sofern das Lesegerät mit dem Internet verbunden ist. Elektronische Bauteile wie Sensoren und Aktoren (Antriebselemente) bringen erweiterte Funktionalität, weil sie erlauben, die Geräte und Maschinen auszulesen und zu steuern.

 

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Apropos steuern: Autos entwickeln sich in zunehmendem Maße zu IoT-Devices oder zu einer großen Sammlung derselben. Denn wie man es rechnet, jeder Pkw oder jeder darin verbaute Sensor und Aktuator kann ein eigenes IoT-Device sein. Das ist ein Grund, warum die Zahlen der Marktforscher mitunter weit auseinanderklaffen.

Abgrenzung B2C- und B2B-Anwendungen

Bei den B2C-Anwendungen überwiegt die Bequemlichkeit der Bedienung per Handy.

 

Hat man etwa als Besitzer eines Smart-TV vor, die Aufnahme für eine bestimmte Sendung zu programmieren, kann man das mit dem Smartphone von unterwegs aus tun.

 

Gleiches gilt auch für viele Anwendungen im Bereich Smart Home, welches als Gebäudesteuerung bis vor wenigen Jahren noch vornehmlich im B2B-Segment angesiedelt war.

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Bei B2B- und Industrieanwendungen geht es meist um mehr als im B2C-Umfeld. Da geht es unter anderem um Predictive Maintenance oder die vorausschauende Wartung, um Qualitätsmanagement (QM) und das rechtzeitige Erkennen von Maschinenfehlern oder der Notwendigkeit, ein bestimmtes Bauteil auszutauschen, schon bevor dieses zu einem Ausfall der gesamten Maschine und somit auch Leerlaufzeiten führt.

Wie Business Intelligence von IoT profitiert

IoT eröffnet durch die Vielzahl an Rohdaten völlig neue Möglichkeiten für BI. Beispielsweise erhält ein Hersteller von Waschmaschinen eine stets aktuelle Übersicht, wie die mit dem Internet verbundenen Geräte in der Praxis tatsächlich funktionieren. Das ist die Schnittstelle zwischen B2C und B2B und hilft bei der Produktentwicklung und der Verbesserung des Services. Wenn ein Reparaturbedarf erkannt wird, kann der Hersteller direkt den Kunden kontaktieren und ihm Original-Ersatzteile anbieten. Das hat den netten Nebeneffekt, dass es dann unwahrscheinlich ist, dass sich der Kunde auf Amazon oder Ebay nach generischen Ersatzteilen umsieht.

 

Die tagesaktuellen Daten ermöglichen es, Analysen viel genauer und aktueller zu gestalten als vorher möglich. Für Anwender, die mit Business Intelligence befasst sind, ist dies aber auch eine Herausforderung. Sie müssen sich auf diese Datenlawine einstellen und dies ist mit älteren BI-Produkten oft nicht möglich. Es ist deshalb anzuraten, die Anschaffung einer BI-Lösung zu prüfen, die mit den Anforderungen von IoT umgehen kann. 

 

Es ist im Moment noch sehr ineffizient, umfangreiche Analysen direkt auf den IoT-Geräten und Servern laufen zu lassen. Besser ist es, für rein analytische Anwendungen die IoT-Daten in zentrale Lösungen zu integrieren.  

 

In der Optimierung liegt der Mehrwert

Mit Machine Learning oder Künstlicher Intelligenz lassen sich die Wartungs- oder Nachfüllintervalle optimieren, weil die Vorgaben vom Hersteller oft ungenau sind oder eine zu hohe Toleranz „eingebaut“ haben. Stellt das System fest, dass wichtige Bau- oder Ersatzteile nur noch alle zwei Jahre statt jedes Jahr ausgetauscht werden müssen, ist die Kostenersparnis enorm.

 

Kontrollgänge durch geschultes Personal werden auch in einer voll IoT-gestützten Produktionsanlage nicht ausbleiben, lassen sich aber ebenfalls deutlich reduzieren. Abgesehen davon bietet die durch IIoT-Plattformen gebotene Business Intelligence an der Edge oder Peripherie eine viel genauere Fehlererkennung, die sich zudem nicht an die Arbeitszeiten richtet, sondern 24/7/365 rund um die Uhr das ganze Jahr zur Verfügung steht.

 

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Fazit und Ausblick

Das Internet der Dinge trägt tonangebend und im wachsenden Maße zur sprichwörtlichen „Infoplosion“ bei. Aber nach Auswertung und Analyse ­– Big Data Analytics – richtig genutzt, können die IoT-Daten einen nie geahnten Mehrwert in Produktionsanlagen, Autos und Dingen aller Art bringen. Wie die Beispiele Qualitätsmanagement und Predictive Maintenance zeigen, hilft das Internet of Things den Unternehmen in der Industrie und anderen Branchen vor allem dabei, Kosteneinsparpotenziale zu erkennen und für sich nutzbar zu machen.

 

Übertragen auf unseren Kickertisch zu Beginn des Beitrags, bedeutet das vielleicht, dass in Zukunft nur die Spieler eine Chance haben, welche mit IoT-Hilfe trainieren. Im privaten Bereich mag so eine Niederlage verschmerzbar sein, im Geschäftsumfeld kann sich diese Nachlässigkeit jedoch kein Entscheider erlauben.

 

Wie der BI-Spezialist Information Builders Unternehmen dabei unterstützt, diese Potenziale zu realisieren, das erfahren Sie in dem exklusiven BI-Guide „BI – Mit dem richtigen Tool Kosten sparen“.

Quelle Titelbild: iStock / ipopba



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