Innovationen im Gesundheitswesen: Eine spannende Podiumsdiskussion

20.03.2017, Redaktion: Janina Widhammer

In einer interessanten Podiumsdiskussion sprachen drei Innovatoren über die Wichtigkeit von Innovationen im Gesundheitswesen. Sie diskutierten vor allem darüber, was falsch läuft und wie es besser gemacht werden kann.

Die Diskussion wurde vom Tech Runway der Florida Atlantic University ins Leben gerufen und befasste sich mit Fragen rund um das Thema Innovatives Gesundheitswesen. An der Diskussion beteiligt waren unter anderen Pua Cooper, CIO des Boca Raton Krankenhauses, Dr. Elana M. Oberstein, eine Rheumatologin, und Max Cacchione, der die unternehmerische Seite vertrat. Dadurch wurden drei komplett unterschiedliche Perspektiven vermischt und interessante Argumente gefunden.

Der Grund für Störungen

Störungen treten im Gesundheitswesen vor allem dann auf, wenn Diskrepanz besteht: Laut Cacchione halten Unternehmer immer Ausschau nach Lücken und vergessenen Nischen. Sehr innovativ gestalte sich dabei etwa die Website rotationmanager.com, die die Rotation von werdenden Krankenpflegern vereinfacht. Das Online-Produkt ersetzt dabei manuelle Mittel wie Fax, E-Mail und Papier und vereinfacht somit den gesamten Prozess.

Viele Patienten wollen ihre Patienten-Geschichte außerdem in einer verständlichen Weise darstellen, meint Cooper. Dafür hätten sie aber oftmals einfach nicht die Mittel. Es gibt zwar Ärzte, die ein Online-System nutzen, aber dies ist meist nicht verbunden mit anderen Anwendungen, mit denen sich der Patient sonst beschäftigt.

Um den Arbeitsprozess also zu beschleunigen und nicht mehr unnötig viel Zeit zu verlieren, hat das Roca Regional Team beispielsweise eine innovative Technologie erprobt: Anstatt Verletzungen mit einer Kamera zu fotografieren, nutzen sie ein iPad. Dadurch sparen sie sich enorm viel Zeit, da die Ergebnisse sofort sichtbar sind.

Die Neugestaltung

Um all diese Probleme zu beseitigen, steht für Cooper der Kontakt zu den Kunden an oberster Stelle. Wichtig dabei sei zu verstehen, dass sich jeder in einem anderen Tempo an Veränderungen anpasst. Kollaborationen sind deshalb ausschlaggebend.

Cacchione unterstreicht dies mit einem Beispiel: Eine Krankenschwester wurde mit der regelmäßigen Bearbeitung von 50.000 Dokumenten beauftragt – daneben mussten aber auch die Pflichten als Krankenschwester erfüllt werden. Die Arbeitsbelastung war unmöglich. Um dieses Problem zu lösen, arbeitete das ganze Team zusammen, um innovativ handeln zu können.

Die Innovation

In Unternehmen beginnt Innovation mit einer Vision der Geschäftsführung und setzt sich mit der Zustimmung von Anhängern fort. Daher ist es wichtig, solche Leute einzustellen, die die Vision teilen und offen für neue Ideen sind.

Oberstein empfiehlt die Patienten so gut es geht zu integrieren, da sie dadurch eher ein Patienten-Portal nutzen würden. Um den Arbeitsablauf an der Rezeption zu verbessern, fordere sie zudem auf, Informationen zuerst online zu verbreiten.

Man sollte auch bedenken, dass es Patienten gibt, die nicht in der Lage sind, solche Portale zu nutzen. Dafür gibt es spezielle Schreiber, die die Ärzte begleiten und den Patienten somit helfen, mit In-Office-Portalen klar zu kommen.

 

Diese Meldung basiert auf einem Newsbeitrag auf dem Citrix Unternehmensblog.

Quelle Titelbild: Evernine

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