Big Data 2018

Diese zwei Branchen werden sich 2018 grundsätzlich verändern

24. Januar 2018, Autor / Redaktion: ISG / Philipp Wissing

Daten werden künftig in allen Branchen eine zentrale Rolle für Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle spielen, das bezweifelt wahrscheinlich kaum jemand mehr. Besonders die Landwirtschaft und das Gesundheitswesen werden 2018 verstärkt in Big Data Analytics investieren, wie eine Analyse von ISG zeigt.

Zu den Top-Branchen, die Daten bereits sammeln und auswerten, kann man Fertigungsunternehmen sowie FinTech und Versicherungen zählen. Zu nennen sind aber auch Serviceanbieter und der Handel, vor allem durch die Analyse von Social-Media-Daten, sowie Versorgungsunternehmen. Viele Branchen arbeiten inzwischen an Big-Data-Szenarien, wenn auch in unterschiedlicher Intensität, wie diese ISG-Grafik zeigt:

Big-Data-Anwernderbranchen ISG
Big-Data-Anwenderbranchen (Quelle: ISG)
Gesundheitswesen und Landwirtschaft als neue große Big-Data-Cases

2018 Stoßen laut ISG zwei spezielle Branche zu den „Big Data Professionals“ hinzu: Das Gesundheitswesen und die Landwirtschaft.

In Bezug auf die Verarbeitung personenbezogener Daten sieht sich vor allem das Gesundheitswesen mit einer großen Herausforderung konfrontiert: dem Einverständnis der Patienten. Die eIDAS-Verordnung und die Datenschutz-Grundverordnung (kurz DSGVO) der EU sind hier neben dem Bundesdatenschutzgesetz maßgeblich. Sie ermöglichen den Anwendern die Verarbeitung personenbezogener Daten, sofern die Einwilligung der Patienten vorliegt. Mit der eIDAS-Verordnung werden neue Dienste wie digitale Signaturen, die Fernsignatur per Smartphone und andere neue Technologien auch im Gesundheitswesen Einzug halten, was die Einholung von Einverständniserklärungen vereinfacht. Neben den konkreten Nutzungsarten für die Diagnostik und Therapie kann hier auch an übergeordnete Nutzungen, beispielsweise für demografische Analysen, gedacht werden.

Auch bei Big Data in der Landwirtschaft laufen mehrere Faktoren zusammen. Im Ackerbau entstand mit dem Precision Farming schon Ende der 80er Jahre eine Grundlage für die Digitalisierung, auch wenn sich die Technologien teilweise sehr schleppend entwickelten.

 

Mittlerweile haben die Precision-Farming-Technologien vom Bus-System in Fahrzeugen über die GPS-gesteuerte Landmaschine bis zur Satellitenbildanalyse für Böden und Pflanzen ein starkes Momentum erreicht.

 

Auf diese Weise stehen viele unterschiedliche, mehr oder weniger strukturierte Daten zur Verfügung, die in ihrer ganzen Komplexität ausgewertet werden müssen.

 

Darüber hinaus gibt es neue Datenquellen wie Drohnenbilder oder Chips an beziehungsweise in Nutztieren, die Landwirte in ihre Analysen aufnehmen können.

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Das Jahr 2018 wird demnach interessant – neue Technologien erreichen eine erhebliche Marktdurchdringung und die Standardisierungsbemühungen der letzten Jahre tragen Früchte. Besonders spannend zu beobachten sind die Initiativen um Data Hubs für landwirtschaftliche Daten.

AgriData
Immer besser vernetzte Landwirtschaftsmaschinen liefern immer aussagekräftigere Daten. (Quelle: YouTube/National Geographic)

Neue Betätigungsfelder rund um datengetriebene Geschäftsprozesse und -modelle in Branchen, die bislang nicht im direkten Fokus von Big Data Analytics standen, rücken ins Zentrum. Anwender benötigen vielleicht noch ein wenig Phantasie oder die Anregung von außen – so lautet zumindest auch das Résumé von ISG. 

Dieser Beitrag basiert in Teilen auf einem Beitrag des ISG Research Team.

Bildquelle: YouTube / LockheedMartinVideos



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