28.08.2018

Arbeitswelt 4.0 – Diese Fähigkeiten brauchen Ihre Mitarbeiter

Es ist keine Frage, dass sich die Arbeitswelt durch digitale Neuerungen wie die digitale gestütze Prozessautomatisierung oder KI verändern wird. Viele Kernkompetenzen der Mitarbeiter von heute werden morgen schon überflüssig sein. Eine neue Studie des McKinsey Global Institute zeigt, welche Fähigkeiten zukünftig notwendig sein werden, um auf dem Arbeitsmarkt mithalten zu können.

Mit der Digitalisierung kommt Veränderung, und das vor allem für die Mitarbeiter von Unternehmen. Aus diesem Grund erfasst das McKinsey Global Institute (MGI) in seiner neuen Studie „Skill Shift – Automation and the future of the workforce“, welche Fähigkeiten Unternehmen ihren Mitarbeitern bis 2030 abverlangen werden. Der Grund für die extreme Veränderung auf dem Arbeitsmarkt sind vor allem der Digitalisierung entsprungene Neuerungen, wie die Automatisierung oder etwa der vermehrte Einsatz einer künstlichen Intelligenz im Arbeitsalltag geschuldet.

Viele Branchen sind betroffen

In der vom MGI durchgeführten Studie wurden verschiedenste Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen befragt, darunter Banken, Versicherungen, Energie, Gesundheit, verarbeitende Industrie und Handel aus vielen westlichen Ländern, wie Deutschland, den USA, Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien.

 

Laut der Studie soll der Anteil der Arbeitsstunden, die technisches Wissen voraussetzen, bis 2030 um 55 Prozent steigen, wohingegen Basis-Fähigkeiten wie z.B. Dateneingabe sowie motorische Fertigkeiten von den Mitarbeitern eher weniger benötigt werden als bisher. Auch der Bedarf an sozialen und emotionalen Kompetenzen wird weiterhin steigen.

Weniger Bedarf an physischen und manuellen Fähigkeiten

Vor allem in Deutschland sollen physische und manuelle Fähigkeiten laut der Studie an Bedeutung verlieren. Bis zu 22 Prozent soll die Arbeitszeit in dem Bereich zurückgehen, da in Zukunft immer weniger physische Kraft und händisches Steuern von Maschinen benötigt werden. Dies werde alles automatisiert.

 

Allerdings ist Deutschland im Vergleich zu den anderen untersuchten Ländern ein Vorreiter in Puncto technologische Fähigkeiten. Bereits 14 Prozent der deutschen Arbeitszeit entfallen auf die technologische Expertise wie IT und Programmierarbeit, wohingegen es in den USA nur elf Prozent seien. Bis 2030 erwartet das MGI, dass der Anteil der technischen Arbeitszeit bis auf 19 Prozent ansteigen wird.

Führungskompetenz weiterhin wichtig

Selbst im Fortschritt der Digitalisierung gewinnen Kommunkations- und Führungskompetenz sowie Empathie weiter an Bedeutung. Allerdings bestehe in diesem Bereich bereits jetzt eine Knappheit, die sich in Zukunft auch nicht durch Automatisierung und KI verbessern lasse. Der Faktor Mensch ist in sozialen Interaktionen einfach nicht zu ersetzen, weswegen sich Arbeitnehmer stärker auf diese Fähigkeiten konzentrieren sollten, um hervorzustechen.

Aufatmen & durchstarten

Allgemein unterstreicht das MGI, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter gezielt auf die Zukunft vorbereiten sollen. Ein Missachten der Entwicklungen in der Arbeitswelt könnte negative Auswirkungen auf die Geschäftsbilanz haben. Aus diesem Grund sollten Unternehmen über besondere Maßnahmen nachdenken, wie Mitarbeiter schnellstmöglich mit den Fähigkeiten für die Zukunft ausgestattet werden können.

Dieser Beitrag basiert auf einem Artikel von cio.

Titelbild: iStock/ akindo

[plista]