Amazon Jeff Bezos wird reichster Mann der Welt

Tech sells: Amazon-CEO Jeff Bezos ist jetzt der Reichste der Reichen

26. März 2018, Autor / Redaktion: MyBusinessFuture Redaktion / Konstantin Krieg

Im neuen Forbes-Ranking der Milliardäre ist der Langzeit-King Bill Gates jetzt von Amazon-Gründer Jeff Bezos vom Thron gestürzt worden. Sein Vermögen soll sich seit einem Jahr auf 112 Milliarden Dollar nahezu verdoppelt haben. Tech-Milliardäre haben überdurchschnittlich stark zugelegt.

Wie jedes Jahr hat das US-Wirtschaftsmagazin Forbes im März 2018 verschiedene Listen über die reichsten Menschen und Familien der Welt aufgestellt. Insgesamt zählt Forbes 2.208 Milliardäre, so viele wie nie. Ihr Gesamtvermögen ist in nur zwölf Monaten um 18 Prozent auf 9,1 Milliarden Dollar oder rund 7,4 Milliarden Euro angewachsen.

 

In Echtzeit haben viele der Superreichen je nach Wertentwicklung ihres Anlageportfolios mittlerweile sogar noch mehr Vermögen angehäuft. Das von Amazon-Gründer Jeff Bezos als neuer reichster Mensch der Welt ist im Forbes Ranking mit 112 Milliarden Dollar angegeben, in Echtzeit sind es aber 20,1 Milliarden Dollar mehr. Microsoft-Gründer Bill Gates, der die Forbes-Listen jahrzehntelang angeführt hat, sieht sich dagegen mit 90 respektive 92,2 Milliarden Dollar weit abgeschlagen nur noch auf Platz 2.

206 Tech-Milliardäre

Die 206 Tech-Milliardäre, 23 mehr als im Vorjahr, haben ihren Reichtum überdurchschnittlich um 30 Prozent auf 1,3 Billionen Dollar gesteigert. Die meisten davon kommen aus den USA (38 Prozent) und China (26 Prozent). Erstmals sind mit Tencent Chairman Ma Huateng (Pony Ma) und Alibaba-Chef Jack Ma (Ma Yun) auf Platz 17 und Platz 20 zwei Chinesen unter den Top 20. Die 259 Newcomer haben ihr Vermögen laut Forbes mit allem Möglichen gemacht, von Brautkleidern über Kinderspielzeug bis hin zu Elektromobilen.

 

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Der chinesische Internetriese Tencent (Tengxun) hat 2016 unter anderem mit dem Apple-Auftragsfertiger Hon Hai Precision Industry, besser bekannt unter Foxconn aus Taiwan, ein Gemeinschaftsunternehmen für die Entwicklung und Produktion von E-Autos gegründet und im März 2017 für 1,78 Milliarden Dollar auch fünf Prozent der Anteile an Tesla gekauft.

Vermögenszuwächse trotz Megaspenden

Das „Oracle von Omaha“, der Investment-Mogul Warren Buffet, ist mit 84 Milliarden im Ranking und 90,8 Milliarden Dollar in Echtzeit auf Platz 3 der reichsten Menschen der Welt. Viele der Anteile an Technologieunternehmen wie General Electric und IBM hat er beziehungsweise seine Investment-Holding Berkshire Hathaway mittlerweile abgestoßen oder stark verkleinert. 2008 war er mal mit geschätzten 62 Milliarden Dollar im Forbes-Ranking vor Bill Gates auf Platz 1.

 

2010 haben die beiden Supermilliardäre die Kampagne The Giving Pledge (Das Versprechen, etwas herzugeben) ins Leben gerufen, um andere reiche Menschen zu animieren, einen Großteil ihres Reichtums der Philanthropie und dem Gemeinwohl zu übergeben. 

2013 hat sich auch SAP-Mitgründer Hasso Plattner The Giving Pledge angeschlossen und bekanntgegeben, mit 5,4 Milliarden Euro die Hälfte seines Vermögens abgeben zu wollen. Der gebürtige Berliner und Ehrenbürger der Stadt Potsdam ist bekannt für sein Mäzenatentum und als Förderer der Wissenschaften. Im neuen Forbes-Ranking ist er mit einem Nettovermögen von 13,3 Milliarden Euro übrigens nur noch auf Platz 116, fünf Jahre zuvor war er mit geschätzten 8,9 Milliarden Dollar noch auf Platz 12 weltweit. Das gesellschaftliche und karikative Engagement der drei und vieler anderer Milliardäre, die sich an The Giving Pledge und Stiftungen beteiligen, hat ihren Reichtum zum Teil sehr geschmälert, aber unterm Strich ist das Vermögen doch noch weiter angewachsen.

Zuckerberg gibt für eigene Stiftung Stimmrechte ab

Um den Tech-Reigen an einer Hand vollzumachen: Facebook-CEO Mark Zuckerberg (33), der das Unternehmen erst 2004 mit drei Harvard-Kommilitonen gegründet hat und im September 2017 über 5B-Aktien noch 60 Prozent der Stimmrechte hielt, ist im Forbes-Ranking mit 71 Milliarden Dollar auf Platz 5. Der Plan, allen Anteilseignern zusätzliche C-Aktien ohne Stimmrecht auszugeben, um dem CEO die Möglichkeit zu geben, für wohltätige Zwecke Aktien zu verkaufen, ist laut FAZ-Bericht von September 2017 nicht aufgegangen. Ursprünglich hatte er gesagt, dass er jährlich nur maximal eine Milliarde Dollar an die zusammen mit seiner Frau gegründete „Chan Zuckerberg Initiative“ spenden wolle, um zum Wohl der andere Facebook-Anteilseigner die Kontrolle über das Unternehmen zu behalten. Doch dann gab er dem FAZ-Artikel zufolge bekannt, in den nächsten 18 Monaten 35 bis 75 Millionen der Aktien zu verkaufen, was ihm seiner Stiftung bis zu 12,8 Milliarden Dollar eingebracht hätte. Bei der Geburt ihrer Tochter haben Zuckerberg und seine Frau Priscilla Chan geschworen, zu Lebzeiten 99 Prozent der Aktien an wohltätige Zwecke zu spenden.

Deutsche weit abgeschlagen

Aufsteiger des Jahres ist auf Platz 4 übrigens der Franzose Bernard Jean Étienne Arnault mit einem geschätzten Nettovermögen von 72 Milliarden Dollar. Damit hat der Herr über den Luxusgüterkonzern LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton SE seinen und seiner Familie Reichtum innerhalb eines Jahres um 30,5 Milliarden Euro gemehrt. Dabei sind viele andere Modelabels am Straucheln. Die deutschen Milliardäre wie die Aldi-Gründer und die BMW-Großaktionäre Quandt und Klatten, die früher ganz vorn waren, sind in der neuen Liste nicht mehr unter den ersten 20: Beate Heister & Karl Abrecht Jr. (Aldi Süd) ist mit 29,8 Milliarden Dollar nur noch auf Platz 27 nach Platz 3 im Jahr 2004. Die Familie von Bruder Theo Albrecht (Aldi Nord) ist seitdem von Platz 14 auf Platz 48 abgerutscht.

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Georg Friedrich Wilhelm Schaeffler, der laut Manager Magazin 80 Prozent der Anteile an der Schaeffler-Gruppe hält, ist mit einem Vermögen von 25,3 Milliarden Dollar auf Platz 31. Dabei hatte der Kauf der Continental AG im Jahr 2008 fast zum Ruin der Kommanditgesellschaft und damit auch von ihm und seiner Mutter Marie-Elisabeth Schaeffler geführt. BMW-Großaktionärin Susanne Klatten folgt als reichste Frau Deutschlands mit geschätzten 25,2 Milliarden Dollar erst auf Platz 32, ihr Bruder Stefan Quandt auf Platz 42, Dieter Schwarz (Kaufland/Lidl) mit 20,9 Milliarden Dollar auf Platz 46.

Quelle Titelbild: RichVintage / iStock



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